Feiern wir die Internationale

Endlich mal wieder ein Sonntag, wie er sein soll: Wärme, strahlende Sonne, strahlende Gesichter, gute Musik, gutes Bier, gute Laune.

StadtfestStadtfestIn Marburg war Stadtfest „3 Tage Marburg“ nennen Sie es und ein wunderbarer Anlass, mal wieder hin zu fahren. Obwohl ich dieses Jahr zum „Elisabethjahr“ (800 Jahre Hl. Elisabeth) schon dreimal da war. Aber schon wenn ich von Stauffenberg her Richtung Marburg fahre und dann das Schloss über der Stadt sehe, finde ich das jedesmal wieder ein wunderbares Bild.

Nostalgie? Schließlich habe ich da Anno Tubak (sprich Anfang der Siebziger Jahre) studiert. Obwohl das zumn Studieren vielleicht die schönsten und aufregendsten Zeiten waren, die man sich vorstellen kann, beneide ich die Studenten heute doch ein bisschen – vor allem natürlich um ihre Studentinnen. Nicht nur, weil die so schön jung sind. Wenn meine Erinenrung mich nicht trübt, waren wir das früher auch. Nein, vor allem: wie eintönig das damals war. Fast nur Deutsche. Und heute alle Nationen versammelt.

Früher gab es das Stadtfest nicht. Da gab es das DKP-Fest. Sonst hielt ich ja nichts von denen, gehörte zu einer anderen Fraktion. Aber Marburg war nun mal DIE DKP-Hochburg überhaupt. Und feiern konnten die, dass muss man ihnen lassen.

Auf den Lahnwiesen haben sie jedes Jahr im Sommer ein riesengroßes Bierzelt aufgestellt, das war gerammelt voll von Leuten und eine große Blechkapelle spielte wunderbare Lieder: „Bandiera rossa“ zum Beispiel.

Wie? Sie denken, sowas spielt ein Blechorchester doch nicht? Da irren Sie. Dieses schon. Das war nämlich das „Wiebelskirchener Schamlmeienorchester“. Die kam extra immer aus dem Saarland angereist und machte 1971 Erich Honecker zu ihrem Ehrenmitglied. War ja auch der prominenteste Sohn des Dorfes und hatte die neuen Intrumente gestiftet.

Das waren noch Zeiten. Gestern gabs dafür heiße afrikanische Rhytmen. Auch nicht schlecht. Früher haben wir die Internationale gesungen und heute sind wirs.

Afrikanische Rhytmen: Sir Mystik

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1 Kommentare

  1. Kennst du die arbeiterlieder von Anna Identici? Bella ciao aber auch die lieder der geschundenen reisbauern in der Po ebene… Eine schöne CD, die bei einem meiner umzüge verloren geangen ist. Ich habe sie aber noch im ohr und vielleicht sogar im herzen.

    :wave:

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