Dafür liebe ich das Netz

Dafür liebe ich das Internet. Genauer: Facebook und Twitter.

Anfang März schrieb da ein Pfarrer, er habe über Ostern an 5 Tagen Gottesdienst. Ob nicht jemand Lust habe, am Ostersonntag den Gottesdienst zu halten.

Wenn er nicht Pfarrer auf Amrum gewesen wäre, hätte ich mich vielleicht weggeduckt. Aber Amrum? Da war ich noch nie. Und da die Liebste auch sofort Feuer und Flamme war, habe ich „Hier“ gerufen. Haben uns schnell mal auf Amrum eingebucht und Gründonnerstag sind wir mal eben nach Amrum gedüst.

Beziehungsweise nicht gedüst, sondern für meine Verhältnisse schön langsam gefahren. Selten mal schneller als 130. Es war nämlich heftiger Schneefall unterwegs. Aber ab dem nächsten Morgen eitel Sonnenschein. In unseren Herzen sowieso, aber auch wirklich auf der Insel.

Nein, ich kannte Georg Hildebrandt nicht. Aber ich lernte einen sympathischen Kollegen kennen und tollen Pfarrer kennen.

Dafür also liebe ich die Social Networks: man kennt einen noch gar nicht persönlich – man bekommt einen Draht zueinander – man hilft sich. Man tauscht sich aus.

„Ich beneide Dich“, ein Freund. „Ich möchte das auch mal – seit Jahren bin ich da über Silvester immer“. Ein anderer „St. Clemens, nicht wahr? Letztes Jahr war ich da“ – und schickte gleich Bilder. „Woher kennst Du Georg eigentlich“, fragte wieder ein anderer, den ich nur auf Twitter kenne. Aber da eben gut.
„Er ist ein begnadeter Prediger“. „Stimmt“, konnte ich antworten.

„Wo kann ich bei Husum schön essen?“, fragte ich auf der Hinfahrt meine Twitter-Freunde per „Follower-Power“. Im „Roten Haubarg“ kam die Antwort. „Oh, ich liebe ihn“, twitterte ein Kollege. Bei dem wiederum hatten wir neulich den Gottesdienst besucht, weil ich seine Tweets so gut finde. „Mein Doktovater kommta aus Witzwort.“. Da steht der Rote Haubarg.

[etweet]Sie sehen, warum man von Sozialem Netzwerk redet. Und verstehen vielleicht, warum ich es liebe.[/etweet]

Ich schreibe das so ausführlich, dass NSA nicht alles mühsam rekonstruieren muss.

Kirche in Amrum

Dafür liebe ich das Netz

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