• Zwei Stück Fernsehgeschichte

    An “zwei Stück” Fernsehgeschichte habe ich heute morgen gedacht. Ich habe mir angewöhnt, jeden Morgen zu sehen, was an diesem Tag im Laufe der Jahrhunderte geschehen ist, wer geboren und wer gestorben ist. Zugegeben, ein bisschen verrückt ist es, mit sowas seine Zeit zu verbringen. Aber es macht Spaß und ist interessant. Ich kann mein Halbwissen zu manchen Ereignissen und Personen zu einem Immer-noch-nicht-Halbwissen anreichern. Und nebenbei finde ich schöne Zitate, die ich dann twittern und facebuxen und manchmal auch Ihnen hier zum Besten geben kann. Heute wurde ich auf unterschiedliche Weise also an zwei Stück Fernsehgeschichte erinnert. Die Reporter der Windrose In meiner Kindheit, als Fernsehen noch ein Abenteuer…

  • Kalenderblatt: Sooowas von Doof….

    Einer der doofsten Männer, die ich kenne, war Stan. Deshalb hieß er in Deutschland auch nur “Doof”. Sein Freund Oliver hieß “Dick”. Stan war so doof, dass er sich bei jeder Aufgabe erst einmal am Kopf kratzen musste. Dick drehte an seiner Krawatte. Ich lernte die beiden im Darmstädter “City-Tageskino” kennen. Das war ein Non-Stop-Kino, in das wir Kinder – wenn wir genügend Geld hatten – zu jeder beliebigen Zeit reingehen konnten, um dann Filme zu sehen, solange wir wollten. Immer gab es einen Hauptfilm und dazu gab es neben “Fox tönender Wochenschau” und Werbung lustige Comicfilmchen. Sie zeigten uns Mineymouse in der neuesten Mode, Daniel Düsentrieb mit seinen neusten…

  • Ich kenne Doris Dörrie

    “Doris Dörrie halt” schreibt Chirstiane im Kommentar zu “Ich kenne das Leben”. “Einfach nur schön. Witzig. Traurig. Anrührend. Poetisch. Kraftvoll. Doris Dörrie halt”. Womit sie natürlich den Film und nicht Doris Doerrie selbst meint. Jetzt muss ich Ihnen etwas erzählen, was Sie wahrscheinlich umhaut: Ich kenne nicht nur das Leben, sondern ich kenne auch Doris Dörrie. Einen Abend lang haben wir am Meer gesessen, Wein getrunken, was Gutes gegessen und gequatscht. Eine junge, hübsche Frau. Wusste gut zu erzählen und hatte ein tolles Lachen. Jetzt Sie: “Jung ???? – Sooo jung ist die doch auch nicht.” Haben Sie Recht, nächste Woche wird sie 55. Aber dass wir da den Abend…

  • Ich kenne das Leben – bin im Kino gewesen

    Gestern mal wieder nach längerer Zeit im Kino gewesen: “Die Friseuse”. Vor kurzem habe ich erst erfahren, dass man Friseuse gar nicht mehr sagt, das sei diskrimierend. Ich weiß zwar nicht, weshalb. Aber bitte. Dabei gehe ich seit Jahren zu einer der angesagtesten Friseurinnen unserer Stadt. Kann ich mir leisten, weil ich nur alle 3 Monate hingehe. Kathi ist Friseuse und will es unbedingt sein. Aber sie ist viel zu dick. “Unästhetisch”, deshalb findet sie keine Stelle in einem Beruf, bei dem es um Ästhetik gibt. Und zugegeben: die Nacktszenen, die man zu sehen bekommt, finde ich wirklich nicht ästhetisch. Übrigens den beim Rasierenden onanierenden Alten im Altenheim auch nicht.…

  • Ich kann mir nicht entkommen

    Kann nicht, kann nicht, k a n n mir nicht entkommen. 1973 sah ich ihn zum ersten Mal in der Mensa des Marburger Studentendorfes bei einem “Filmabend”, wie das damals hieß: M – eine Stadt sucht einen Mörder Erschreckend aktuell. Heute, am 11. Mai, vor 79 Jahren uraufgeführt

  • Lieber Kommissar Hinrichs,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort auf meinen Brief. Dass Du immer noch stocksauer auf die ARD bist, kann ich voll verstehen. Dass sie Dich nicht mehr ermitteln lassen, ist doch typisch für die Wessis. Aber schön, dass Du als Schauspieler weiter arbeiten darfst. Leider muss ich Dir mitteilen, dass ich den neuen Kommissar auch lieb hab. Der gefällt mir, weil er sich mit den Leuten von der Straße gut versteht. Und schnell rennen kann er auch, das konntest Du nicht so gut. Außerdem hab ich schon seinen Vater kennengelernt. Naja. Einen Satz hab ich mir von ihm aber gemerkt: “Wenn man Verfolgungswahn hat, kann man trotzdem verfolgt werden”. Oder…

  • Lieber Kommissar Hinrichs,

    ich werde dich nicht vergessen. Du warst ein bisschen schrullig wie ich auch ab und zu. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, weil du ja ein Ossi warst. Und was für einer. Aber als Kommissar hab ich dich richtig lieb gehabt. Ich glaube, den Hauptkommissar Bukow werde ich nicht so lieb haben. Eher schon die Kommissarin König, jedenfalls sieht die auf dem Foto ganz nett aus. Hoffentlich schlafe ich nicht ein. Gestern abend beim “Duo” bin ich sofort eingeschlafen. Aber man muss ja auch mal was anderes machen als Krimis gucken. Ich hoffe, es geht Dir gut. Lass mal wieder von Dir hören. Dein Heiner Jahreszeiten

  • A Gaudi woars

    Schreibt man das so? “Aber a Gaudi wars”, meinte Franz Xaver Kroetz alias Georg Pranger nach einem herrlichen Countdown im Polizeiruf 110 gestern abend und sprach mir damit voll aus dem Herzen. Erst glaubte ich, im falschen Fim zu sein. Darf man so herrlich dumm die Polzei darstellen? Man darf. Mir hats Spaß gemacht.

  • Streben nach Glück IV

    Beginnen Sie hier zu lesen:  Folge 1 Seelisch wird mit zwei e geschrieben – glückselig nur mit einem e. Es ist falsch geschrieben”, erklärt Chris seinem Sohn Christioher, was da am Fenster seines Kindergartens steht. Da hat der Übersetzer Glück gehabt: denn eigentlich steht da an der Hauswand “Happyness” und es muss “Happiness” heißen. Ja, hat uns unser Englischlehrer damals erklärt: es gibt einen Unterschied zwischen “happy” und “happiness”. Vielleicht haben die ersten Übersetzer der Unabhängigkeitserklärung deshalb auch “happiness” mit “Glückseligkeit” übersetzt. Warum heißt der Film dann im Deutschen nicht “Streben nach Glückseligkeit”. Vielleicht, weil er das Publikum nicht angezogen hätte? Oder, weil der Begriff “Glückseligkeit” vielleicht doch ein bisschen…