Kultur

Ich zähle täglich meine Sorgen

Weiß der Himmel, warum wir ausgerechnet diese Platte in unserer Philipps-Schallplattentruhe hatten. Denn von den kleinen Dingern hatten wir nur 4 oder 5. Conny zum Beispiel mit „Ob 15, ob 16 ob 17 Jahre alt, da braucht man doch immer einen Rat“. Mit 33 Umdrehungen pro Minuten sang Peter Alexander „Ich zähle täglich meine Sorgen“. […]

Zwei Stück Fernsehgeschichte

An „zwei Stück“ Fernsehgeschichte habe ich heute morgen gedacht. Ich habe mir angewöhnt, jeden Morgen zu sehen, was an diesem Tag im Laufe der Jahrhunderte geschehen ist, wer geboren und wer gestorben ist. Zugegeben, ein bisschen verrückt ist es, mit sowas seine Zeit zu verbringen. Aber es macht Spaß und ist interessant. Ich kann mein […]

Gelesen: "Die Teilacher" von Michel Bergmann

Ein wundervolles Buch und ein Kapitel Frankfurter Nachkriegszeit aus der Sicht der „Teilacher“, jüdischer Handelsvertreter, allesamt fast einzige Überlebende des Holocaust. Mit Chuzpe und Tatkraft leben die Teilacher, wo sie nie mehr leben wollten. Voller Witz – eben jüdischem Humor – lässt das Buchdie Ungeheuerlichkeiten der Nazizeit und auch des Nachkriegsdeutschlands nicht aus.

Mühsam. Kalenderblatt

Gebeugte Menschen mit stumpfem Blick hocken in dumpfen Spelunken – den Neid im Auge, die Not im Genick, von elendem Fusel trunken. Da tönt eine Stimme von außen herein: »Kopf hoch! Ihr seid nicht verloren. Ich füll eure Becher mit goldenem Wein. Auch euch ist der Heiland geboren. Heraus ins Freie und folgt mir nach, […]

Die Tragik des Lebens. Kalenderblatt

Der Briefmark Ein männlicher Briefmark erlebte Was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm erweckt. Er wollte sie wiederküssen, Da hat er verreisen müssen. So liebte er sie vergebens. Das ist die Tragik des Lebens… Joachim Ringelnatz Joachim Ringelnatz (Hans Gustav Bötticher) starb heute, am 18. […]

Wie wenn nichts wäre. Kalenderblatt

Nicht alle Schmerzen sind heilbar Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein, Und während Tage und Jahre verstreichen, Werden sie Stein. Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre, Sie scheinen zerronnen wie Schaum. Doch du spürst ihre lastende Schwere Bis in den Traum. Der Frühling kommt […]

Der Marmorknabe

In der Capuletti Vigna graben Gärtner, finden einen Marmorknaben, Meister Simon holen sie herbei, Der entscheide, welcher Gott es sei. Wie den Fund man dem Gelehrten zeigte, Der die graue Wimper forschend neigte, Kniet, ein Kind daneben: Julia, Die den Marmorknaben finden sah. „Welches ist dein süßer Name, Knabe? Steig ans Tageslicht aus deinem Grabe! […]

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