• Neues aus der Metropole

    Ich lebe ja in einer Metropole. Wahrscheinlich die kleinste Metropole der Welt, aber unbestreitbar gehört meine Wahlheimat zu den wichtigsten Städten der Welt. Diese Woche tut sich mal wieder ganz schön was hier. Drei der wichtigsten Frankfurter, eine Frau und zwei Männer, haben ihren Rückzug erklärt. Petra Roth (Oberbürgermeisterin),Josef Matula (Privatdetektiv)und Dr.Markus Lessing (Rechtsanwalt). Ein harter Schlag für Frankfurt. Die OB hat wieder einmal einen geschickten Schachzug gemacht, für den ihr allen Respekt gezollt werden muss. Während Petra ihren Boris (Rhein) präsentieren konnte, müssen alle anderen Parteien jetzt schnell versuchen, sich erst noch auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu einigen. Gar nicht so einfach. Dafür ist ein anderer prominenter…

  • Frontex an der Flüchtlingsfront

    Ehrlich gesagt, mir war nicht geläufig, dass es FRONTEX wirklich gibt. Frontex ist eine “Agentur” der EU zum Schutz der europäischen Grenzen, vor allem vor Flüchtlingen. Darum ging es gestern im Tatort. Kommissarin Lürsen und ihr Kollege Stedefreund ermittelten in einem Entführungsfall, der sich schließlich als inszeniert entpuppte. Ziel der Inszenierung war, die Kripo ermitteln zu lassen, was sich auf dem Mittelmeer zugetragen hatte. Deutsche Polizistinnen und Polizisten, die ins Mittelmeer abgeordnet waren und die Vertreter der Agentur Frontex bestritten energisch, dass überhaupt etwas dort passiert sein. Aber Inga Lürsen lässt nicht locker und findet schließlich heraus, dass ein Polizeikreuzer mit einem Flüchtlingsschiff zusammengestßen ist, die Flüchtlinge nicht an Bord…

  • … das ist schon einen Tatort wert

    “Wenn einem also Gutes widerfährt… das ist schon einen Asbach Uralt wert”. Wahrscheinlich gibt es diesen genialen Werbespruch für ein Produkt, das ich wohl noch nie genossen habe, nicht mehr. Ich für meinen Teil genieße, wie Sie wissen, jeden Sonntagabend mit meiner Liebsten zusammen bei einem Gläschen Wein den Tatort, freue mich des Lebens und seiner diversen Schlechtigkeiten, die es den Menschen bringen kann. Vielleicht ist “Freuen” ein falsches Wort, denn einerseits kann ich mich am Wein, an unserem trauten Zusammensein auf der Couch und nicht zuletzt am (mehr oder weniger) spannenden Tatort durchaus erfreuen. Andererseits verspricht der heutige Tatort wieder – wie schon die beiden letzten – neben einem…

  • Gibt es schwule Fußballer?

    Ich persönlich gucke mir ja kein Fußballspiel an, kein einziges Ich weiß auch nicht, wie diese Fußballer und ihre Trainer heißen. Und schon gar nicht, auf welchem Tabellenplatz unser ortsansässiger Verein steht. Eintracht heißt der sinnigerweise, das weiß ich. Hingegen gucke ich jeden Sonntag (so Gott will und ich Zeit habe) den Tatort. Am letzten Sonntag gab es einen – Sie haben ihn ja vielleicht auch gesehen – der handelte von schwulen Fußballern. Der Mord hatte damit freilich gar nichts zu tun, nicht einmal der Ermordete war schwul und der Möder auch nicht. Nur der Freund von dem Ermordeten. Und der sagte im Film „Wissen Sie, die halbe Nationalmannschaft ist…

  • Die Heilige

    Meine Liebste und ich waren uns wieder einig Einig wie immer, fast immer: der gemeinsame Fernsehabend hat sich gelohnt. Der Tatort gestern Abend war spannend und machte nachdenklich. Wieder einmal sind Kritiker anderer Meinung. “Klischee-Krimi im Knast” schreibt Lea Wolz in Stern.de. Ein mittelmäßiger Film sei das gewesen, mit vorhersehbarem Plot, mit Erzählsträngen und Figuren überfrachtet. Letzte Woche habe ich schon einmal geschrieben: “Ich glaube, ich war im falschen Film”. Da las ich über einen grottenlangweiligen Tatort mit einer an den Haaren herbeigezogenen Lösung, der nur durch eine Nebengeschichte aufgewertet wurde: “Tatort: Diesmal ein TV-Genuss”. Schon da habe ich befürchtet, ein zu schlichtes Gemüt zu sein, um angemessen über “Tatorte”…

  • Schönes Wochenende und blöder Tatort

    Was lese ich heute morgen auf einer meiner Startseiten im Internet? “Tatort: Diesmal ein TV-Genuss” Ich glaub, ich war im falschen Film. Oder die Art des Genusses war zu sehr moderne Kunst für einfache Gemüter wie mich. Jedenfalls war es einer dieser Tatorte, bei denen meine Liebste und ich einträchtig vor dem Fernseher eingeschlafen sind. Nun ja, das war auch eine Art von Genuss. Dabei haben wir uns ehrlich gefreut. Sie müssen sich das mal vorstellen: Zwei ganze Sonntagabende hatten wir anderes zu tun, als Tatort zu gucken. Zugegeben, das Fest zu meiner Amtseinführung war auch ganz schön und das Essen mit Freunden auch. Aber Entzugserscheinungen hatten wir trotzdem. Und…

  • Um 20.15 Uhr ist Am Ende des Tages

    Heute ist um Viertel nach Acht schon am Ende des Tages. Leider. Denn das ist auch das Ende der Frankfurter Tatort-Serie. Die Porzellanfrau Charlotte Sängere ermittelt zum letzten Mal. Schade. Wie man hört, ist der Frankfurter Tatort bei Frankfurtern nicht allzu beliebt gewesen. Zu sehr habe er Frankfurt als Stadt der Wirtschaftskriminalität und der Bahnhofsviertelkriminalität gezeigt. Dafür sollen heute angeblich nocheinmal die idyllischsten Bilder von Frankfurt gezeigt werden. Mir haben Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf als Charlotte Sänger und Fritz Dellwo immer gefallen. Schade, dass ich am Ende des Tages Abschied nehmen muss. Aber vielleicht ist ja noch nicht aller Tage Abend.

  • Tatort beleidigt Zuschauer: "Schlafende Hunde"

    Sie wissen: meine Liebste und ich pflegen Sonntagsabends einträchtig auf dem Sofa zu sitzen. Dabei trinken wir ein, zwei Gläschen Wein, knabbern ein paar Chips und sehen “Tatort”. Manchmal schlafen wir dabei auch ein. Ich vor allem. Ich will jetzt nicht vom Hundertsten ins Tausendste kommen, aber gestern abend bin ich auch eingeschlafen. Bei der eigentlich wirklich witzigen Edgar-Wallace-Parodie “Neues vom WiXXer”. Freud hätte sicher herausgefunden, dass ich wegen dieses unanständigen Titels eingeschlafen bin. Ich verstand völlig den griechischen Gastarbeiter, den ich 1969 in seiner Heimat traf. Ums Partou wollte der mir nicht sagen, in welchem Dorf ganz in der Nähe von Darmstadt er arbeitete. “Schlimme Name”, meinte er. Als…