• Der Rigoletto von Bregenz

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal begeisterter sein kann in Bregenz als vor zwei Jahren bei der "Carmen". Am Wochenende war es wieder soweit: zum dritten Mal waren die Liebste und ich bei den Bregenzer Festspielen und erlebten die letzte Aufführung in diesem Jahr von Verdis "Rigoletto".

  • Unterwegs in Galicien (4) – O Grove und Cies

    Von Santiago aus fahren wir Richtung Atlantikküste zur Halbinsel O Grove, wo wir für eine Woche ein Hotel gebucht haben. Mittags machen wir Halt in Caldas de Reis, einem kleinen Städtchen am portugiesichen Jakobsweg. Im letzten Jahr hat es uns hier gut gefallen – vor allem das Thermalbecken in unserem Hotel. Also googele ich, ob man auch dorthin kann, wenn man nicht Gast im Hotel ist. Und: ja, man kann. Zwar teuer, aber wir machen es trotzdem. Ihr seht schon, Thermalbäder sind eine unserer Leidenschaften. +++ Auf O Grove verfahren wir uns erst ein paarmal, weil der Navi hier spinnt. Oder doch wir? Nun gut, O Grove ist nicht groß…

  • Unterwegs in Galicien (3)

    Freitag, 21. Juni Morgens fahren wir die letzten 15 km dann weiter nach Santiago. Unser Hotel liegt zentral am Rande der Altstadt und auch in der Nähe des sehr schönen “Parque da Alameda” – und wie sich zu unserem Entzücken rausstellt, auch in der Nähe des “Momo”. Aber dazu später. Der einzige Nachteil: auf dem Platz vor unserem Fenster ist es bis in die frühen Morgenstunden laut. Die Fenster können wir nicht offen lassen. Vor einem Jahr haben wir in einem Hotel eine Ecke weiter gewohnt und so kennen wir die Gegend schon. +++ Unser erster Weg führt uns durch die engen Gassen der Altstadt natürlich zur Kathedrale. Sie wird…

  • Pazo Sta. Maria

    Unterwegs in Galicien (2)

    Die nächsten zwei Nächte verbringen wir in kleinen Idyllen: „Pazos“ sind Landgüter, in denen es Zimmer und in der Regel eine hervorragende Küche gibt. Der Begriff ist abgeleitet von „Palast“ und zeigt, dass es meist um ehemalige herrschaftliche Anwesen geht. Samstag, 15. Juni Vom „Pazo de Ludeiro“ bei Monterosso führt uns ein kleiner Spaziergang zu der Kirche und dem „Torre de Miguel“, die seit dem 14. Jahrhundert zu dem Gut gehörte. Sonntag, 16. Juni Am nächsten Tag machen wir, bevor wir weiter zum „Pazo de Marinao“ fahren, einen Abstecher zur Kirche „Iglesia San Salvador“ aus dem 12. Jahrhundert, Zentrum eines ehemaligen Klosters. Wunderschöne Fresken sind noch zu sehen. Die Hausherrin…

  • Am Belesar-Staudamm

    Unterwegs in Galicien (1)

    Von Santiago nach Portomarin Seit Donnerstag sind wir nun wieder auf dem Jakobsweg. Letztes Jahr hat uns süchtig gemacht und so wollten wir in diesem Jahr wieder ein Stück laufen. Aber im Leben ist es ja so: Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst? Erzähl ihm Deine Pläne. Blaise Pascal Die Gesundheit hat mir einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Bis zum letzten Moment war unklar, ob wir überhaupt los können und an Wandern war nicht zu denken. „Schickt das Leben dir eine Zitrone, mach Limonade draus“. Und so haben wir das beste daraus gemacht und fahren nun die 100 km mit dem Mietwagen zu den schon…

  • Auch auf der Autobahn ist es schön

    Drei Tage in der Eifel

    Von Donnerstag bis Sonntag waren wir in der Eifel, eine Freundin besuchen. Sie lebt in einem kleinen Dorf bei Monschau. Unterwegs machten wir natürlich halt bei Bäckermeister Utters. Ich kenne ihn seit vielen Jahren, habe ihn jetzt aber erst zum zweiten Mal persönlich getroffen. Hier habe ich vor sieben Jahren erzählt, wie ich ihn kennengelernt habe. Dieses Mal durften die Liebste und ich auch in seine Backstube. Ich erzählte, dass ich als Kind auch oft in der Backstube war. Nebenan beim Bäcker Lautenberger und später Kießlich. “Das wird wahrscheinlich noch ähnlich aussehen,” meinte Josef Utters und hatte Recht. Einen Raum höher war so etwas wie eine “Mühle”. “Dann müssen wir…

  • Langsam wird Abend

    Von Limburg nach Balduinstein

    Lag es daran, dass es die erste Wanderung in diesem Jahr war, lag es daran, dass ich vielleicht nicht in guter Verfassung war? Jedenfalls fanden wir diese Tour ziemlich anstrengend. Wobei wir auch über 16 km gelaufen sind und zum Teil ziemliche Steigungen dabei. Schön war’s trotzdem. Mit dem Auto sind wir nach Balduinstein gefahren, um von dort dann mit dem Zug nach Limburg zu fahren und von da aus den Weg nach Balduinstein zu gehen. Schon, als wir nach Balduinstein kamen, schwante mir nichts Gutes: man fährt ziemlich steil an der schönen Burgruine vorbei bis zum Ort. Am Bahnhof stellten wir fest, dass der Zug gerade erst abgefahren war,…

  • Gomera. Wie es damals war.

    Im Februar 1984 war ich das erste Mal auf Gomera. Mascha war ein Jahr alt. Im Jahr vorher waren wir mit ihr in Portugal, dort hatte ich nach einem nicht entdeckten Blinddarmdurchbruch eine schwere Operation, wegen der ich über 10 Wochen im Krankenhaus bleiben musste, fünf davon in Lagos, dann wurde ich zurückgeflogen nach Deutschland.  Inzwischen hatte ich mich einigermaßen erholt, aber wir brauchten dringend Urlaub. Wohin im Winter, wenn es einigermaßen warm sein soll?  Eine Kollegin war im Jahr vorher auf Gomera gewesen und war begeistert: „Da müsst Ihr unbedingt hin!“. 1984 guckte man nicht ins Internet, das gab es in dieser Form noch gar nicht. Man ging in…

  • Auf der Insel – Die Tage im “Valle” (3)

    Im “Valle”, dem Tal der Könige, war ich 1984 mit Frau und Kind (damals 1) zum ersten Mal, seitdem insgesamt zehn mal, das letzte Mal war nun allerdings zehn Jahre her. Es hat sich viel verändert, seit den frühen 80ern – aber das ist ein anderes Thema, über das ich bald auch einmal schreiben will. Von Playa de Santiago aus konnten wir mit einer Schnellfähre in den Westen der Insel nach Valle Gran Rey fahren, entlang der beeindruckenden Felswände. Wie schon am Vortag in Santiago, leuchtete uns ein riesiger Regenbogen. +++ In diesem Jahr wohnten wir in einem Mini-“Studio” in La Playa, einem der Ortsteile von Valle Gran Rey. Ein…

  • Auf der Insel – die Tage auf La Gomera (2)

    Die Tage im Hotel waren Entspannung pur: ausführlich frühstücken, mit dem Fahrstuhl durch den Felsen runter zum Meerwasserschimmbad fahren, lesen, bisschen schwimmen und abends wieder gut essen… +++ Gelassen reagierte die Dame am Front Desk auf meine Beichte gleich am ersten Tag, dass ich die Fliegenschutztür durchschritten hatte. Aber mal ehrlich: Ihr hättet sie doch auch nicht gesehen, oder? Gut, auf Twitter meinte ein Freund “Aber gewusst!” – das meinte die Liebste auch. Ihr ahnt schon durch das Gitter hindurch, welcher Ausblick sich von der Veranda oder ein paar Schritte weiter bot. Und vor dem Abendessen dann der Sonnenuntergang.   +++ Hotel und ab und zu einen kleinen Spaziergang nach…