Die 50er, Kindheit, Stadt

Wie wir damals Ostern feierten (Teil I: In der Stadt)

Ostern war neben Weihnachten das große Fest überhaupt – nur die Geschenke waren kleiner. Viel kleiner. Zu Ostern gab es außer ein paar Eiern – auch das waren nur ein zwei bemalte Hühnereier und ein paar kleine Zuckereier – nur eine Kleinigkeit, wie an Nikolaus etwa.

Meister von St. Sigmund um 1440. Im Wallraf-Richartz-Museum, Köln.
Die 50er, Kindheit, Stadt

Joseph kocht. Und ich auch.

bLOGbuch vom 23.12.2017 Damals bei uns zuhause gab es zu Weihnachten Pute. Natürlich nicht an Heiligabend. Da gab es wie bei den meisten Familien Würstchen und Kartoffelsalat. Selbstverständlich vor der Bescherung. Solange mussten wir uns vor der verschlossenen Wohnzimmertür gedulden.

Die 50er, Stadt

Kinderherzen

Beim Lesen überkam mich großes Mitleid. Das gleiche „Verbrechen“ habe ich auch begangen. Aber statt zur Polizei zu gehen, erzähle ich Ihnen das

Die späten 60er, Stadt

Freunde im Milieu

Wenn Sie mich mal besuchen kommen, sehen Sie im Flur als erstes eine Krimilandkarte. Da finden Sie über 200 Ermittler in ganz Europa drauf. Alle kenne ich sie nicht, aber viele meiner besten Freunde sind darauf. Mit einigen von ihnen gehe ich seit Jahren immer mal wieder ins Bett. Ich rede natürlich vom Krimimilieu und von Freundinnen und Freunden, die…

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Die 50er, Kindheit, Stadt, Zeitgeschehen

Kalenderblatt: I scream for Icecream bei Schdars’nschdreibs

Der 4. Juli war immer einer der wunderbarsten Tage meiner späten Kindheit. Da gingen wir zu den Amis. Ende der fünfziger Jahre hatte mein Vater, der bis dahin versucht hatte, seinen Installateurbetrieb durch die Nachkriegszeit zu retten, sich endlich entschlossen, eine feste Anstellung zu suchen. Er fand sie ausgerechnet bei den Amis, eigentlich ihm eher verhasste Menschen. Aber nun arbeitete…

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Die 50er, Dorf, Kindheit, Stadt

Geschichte meines Lesens II

Was Loco_just_Loco über seine Lesensgeschichte erzählt hat, ließ mich manchmal laut auflachen, weil ich mich sehr darin wiederfand. Manches hatte ich bei meiner Geschichte vergessen, manches nur angedeutet. Nur angedeutet habe ich das „Alles Lesen“. Ja, lieber Loco, ich habe auch alles gelesen und noch heute ertappe ich mich dabei. Ja, ich habe auch schon das Telefonbuch gelesen. Und sobald…

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Die 50er, Kindheit, Stadt

Uffm Hoinerfest gewese…

Für jeden echten Darmstädter ist das ein Muss, auch wenn man über 30 Jahre weg ist: „Mer mache uffs Hoinerfest“. Im letzten Jahr haben wir es aus hier nicht näher zu erörtenden Gründen nicht geschafft, deshalb konnte mich dieses Jahr nichts abhalten und lieb wie sie ist, ist meine Liebste auch wieder mitgegangen und meien Geschwister sind auch gekommen. Am…

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Die frühen 60er, Dorf, Kindheit, Stadt, Zeitgeschehen

Von Kopfnüssen und Ohrenrubbeln

An dem „Gymnasium für Jungen“, das ich die Ehre hatte, besuchen zu dürfen, hatte fast jeder Lehrer sich eine besondere Art ausgedacht: Herr Roßkopf liebte es, die Ohren zu rubbeln. „Pohl, hol dir einen Satz heiße Ohren ab“, hieß es dann. Man musste nach vorne kommen. Herr R. legte beide Hände auf die Ohren und begann die Ohren hart und…

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Die 50er, Kindheit, Stadt

Ausgestorbener Beruf: Geldbriefträger

Heute klingelte es an der Tür: ein Paketbote. Für meine Liebste nahm ich das Päckchen in Empfang. Sie kam die Treppe herunter und fragte: „Wer war denn das?“ Ich: „Der Geldbriefträger“ Das war die Standardantwort meiner Eltern, wenn wir Kinder fragten: „Wer war denn das?“ – „Der Geldbriefträger“. Geldbriefträger war die A-Klasse unter den Briefträgern (die in meiner Kindheit übrigens…

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