Zeitgeschehen

Der Mann im Mond, der hat es schwer…

sang Gus Backus schon 1961. Acht Jahre später war es dann soweit, dass Neil Armstrong (und kurz nach ihm Buzz Aldrin) als erste Menschen den Mond betreten. Wir saßen unten in im Zelt und guckten zu. Wir – das waren die Jungen im Jungscharzeltlager des Evangelischen Stadtjugendpfarramtes Darmstadt. Ich – 18 jährig – war als […]

Der Tag, an dem Adenauer starb

Adenauer war 91, als er starb. Seine letzten Worte richtete er an seine Tochter: „Da jitt et nix zo kriesche!“ – Da gibts nix zu flenne, würde ich das übersetzen. Er war 91, als er starb. Bevor er mit 73 zum Bundeskanzler gewählt wurde, fragte er seinen Hausarzt, ob er die Aufgabe in seinem Alter […]

Auch ich war ein Wuermeling. Kalenderblatt

Besser gesagt: ich hatte einen. Einen Wuermeling. Das war eine Ausweiskarte in Din A6 mit einem Passfoto auf der Vorderseite. Ausgestellt von der Deutschen Bundesbahn, wie sie damals hieß. Auf der Rückseite stand der unvergessliche Satz: „Gültig auf allen Strecken der Deutschen Bundesbahn und auf der Kleinbahn Niebüll-Dagebüll“. Natürlich wusste ich nicht, was Niebüll und […]

Wandervogel. Kalenderblatt

„Aber warum, Herr Pohl“, fragte mich annodazumal Professor Seidelmann in meiner mündlichen Prüfung zur Geschichte der Jugendbewegung. „Es gab unterschiedliche Strömungen im Wandervogel“, antwortete ich. „Ja, aber was führte zur Spaltung?“ Mir ging natürlich das Bonmot durch den Kopf, der Wandervogel habe sich gespalten, weil die einen nur noch wandern wollten. Aber das konnte ich […]

Kalenderblatt: In Lahn bin ich nie gewesen

Schon oft in meinem Leben war ich in der Lahn und auf der Lahn, aber noch nie in Lahn. In der Lahn war ich als Kind, in einer kleinen Furt bei Aumenau habe ich gegen die Strömung schwimmen gelernt. Und vor 3 Jahren wieder, als ich unfreiwillig im Schiffstunnel in Weilburg baden ging. Ich gehöre […]

Kalenderblatt: I scream for Icecream bei Schdars’nschdreibs

  Der 4. Juli war immer einer der wunderbarsten Tage meiner späten Kindheit. Da gingen wir zu den Amis. Ende der fünfziger Jahre hatte mein Vater, der bis dahin versucht hatte, seinen Installateurbetrieb durch die Nachkriegszeit zu retten, sich endlich entschlossen, eine feste Anstellung zu suchen. Er fand sie ausgerechnet bei den Amis, eigentlich ihm […]

Nach oben scrollen