Allerliebst. Die vorerst letzte Frisörgeschichte.

Was bleibt übrig, wenn ein Manta bei einem Unfall verbrennt? – Ein goldenes Kettchen und eine weinende Friseuse.

Jetzt muss ich mal was zur Ehrenrettung meiner Friseurin sagen. Viel sogar. Erstens ist sie keine Friseusin, sondern eine Friseurin, zweitens kein Dummchen, sondern eine intelligente junge Frau, drittens würde sie sich nie in einen Mantafahrer verlieben. Schon deshalb nicht, weil sie so jung ist, dass sie vielleiocht niccht ein mal mehr weiß, was ein Manta war.

Meine Friseuse fragt mich, wenn ich reinkomme, ob ich einen Kaffee möchte, wahlweise Kaffee, Espresso, Capuccino, alles vom Feinsten. Dazu gibts manchmal ein Skleines Stückchen Kuchen, im Dezember einen Lebkuchen.

Dann wäscht sie mir die Haare. “Ist es gut so?”, fragt sie mit sanfter Stimme und lässt mir warmes Wasser über die Haare laufen.

Ihr Lieben, was dann kommt, gehört zum Besten, was die Geschäftswelt zu bieten hat. Unglaublich sanft und fest zugleich massiert sie meinen Kopf, würde meine Liebste jetzt nicht hinter mir stehen, würde ich das sogar zärtlich nennen, aber das wäre ja absurd, nciht wahr?.

Ich lege mich zurück und schließe die Augen und beherrsche mich etwas, um nicht vor Wohlgefühl zu seufzen.

So ist das mit meiner Friseuse. Wenn Sie dann am Frisierstuhl hinter mir steht, erlaube ich mir nur ganz selten, einen Blick in den Spiegel zu heben, sooo ist das mit meiner Friseurin.

Es ist mir immer wieder etwas peinlich, aber am Ende, bitte ich sie: “Könnten Sie noch…” – “Ja, ich weiß die Augenbrauen”, sagt sie dann und allerliebst und vorsichtig schneidet sie meine Augenbrauen kurz, damit ich nicht wie ein bayrischer Politiker rumlaufe, sondern wie der junge Mann, der ich nun einmal bin. Oder?

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