• Freiburg-Impressionen

    Über den Geburtstag der Liebsten haben ich sie zu einem Kurztrip nach Freiburg eingeladen. Mitte der Siebziger Jahre war ich schon einmal kurz da und erinnerte mich an eine schöne Stadt. Aber sie war noch nie da und bei mir war das auch schon fast nicht mehr wahr, so lange wie das her war. Also: wer noch nicht da war, unbedingt einmal hinfahren. Freiburg ist eine bezaubernde Stadt mit einer tollen Umgebung. Schauinsland Eigentlich für den Vormittag unseres Abreisetags war geplant, auf den Schauinsland zu fahren, den “Hausberg” der Freiburger. Aber da wir am Sonntag schon vormittags ankamen, beschlossen wir, diesen Ausflug vorzuziehen. Der Schauinsland ist immerhin 1284 m hoch.…

  • Zuccottos, Pilzlasagne und andere Köstlichkeiten

    Seit ein paar Wochen habe ich eine Schreibhemmung. Und ein schlechtes Gewissen. Ihnen gegenüber. In der Zwischenzeit habe ich manches köstliche Rezept einfach unter den Tisch fallen lassen. Aber von zweien muss ich Ihnen unbedingt erzählen.

  • Indisches Butterhuhn Murgh Makhani, danach eine Cassata Siciliana

    Beim Perfekten Dinner hätte ich für den "Roten Faden" mit Sicherheit einen Punktabzug bekommen. Indisch und Sizilianisch passt ja nun überhaupt nicht zusammen, es sei denn durch das Interkulturelle. Indisches Butterhuhn ist eine Erweiterung des bei uns bekannteren Chicken Tandoori, in Indien und vielen anderen Ländern eines der beliebtesten indischen Gerichte überhaupt.

  • Ein eigenes Rezeptbuch führen

    Seit einiger Zeit zeige ich hier im Blog meine schönsten “Sonntagsküchenrezepte”. Damit ist im Laufe der Zeit eine kleine Sammlung entstanden, auf die ich selbst auch manchmal zurückgreife. Die Rezepte aus dieser Sammlung kann man ja auch mit dem angezeigten Button gut ausdrucken. Seitdem habe ich auch aufgehört, die irgendwo aufgeschnappten Rezepte in mein schönes Kochbuch zu schreiben, das mich über Jahrzehnte begleitete. Trotzdem suchte ich eine Möglichkeit, Rezepte einfach speichern zu können. Dabei bin ich auf ein kleines Tool für den PC gestoßen, das für meine Zwecke genial ist. “Das kleine Rezeptbuch” ist ein wirklich ganz kleines Programm, das man sich für Windows oder den USB-Stick herunterladen kann. In…

  • Chateubriand sous vide gegart, dazu Kartoffelgratin und eine Sauce Bernaise

    Ich habe Ihnen ja schon einmal erzählt, dass ich ein zwanghafter Typ bin und selbstverständlich eine Liste angefertigt habe, um die Fleischarten Sonntag für Sonntag gewissenhaft abwechseln zu können. Diesen Sonntag war wieder einmal Rind dran. Das traf sich ausgezeichnet, denn mein neuer Küchenheld wartete nur darauf, mir beistehen zu dürfen. Voila, mein neuer Küchenheld, der Sous-Vide-Stick. Mit einem solchen Teil hatte ich als treuer Perfektes-Dinner-Gucker schon ab und zu geliebäugelt, bekam aber den Widerstand der Liebsten zu spüren, die solche Dinger für (a) völlig unnötig und (b) ganz sicher auch keine wohlschmeckenden Produkte herstellend bezeichnete. Aber als jetzt ein bekannter Discounter einen Stick für unter 50 € im Angebot…

  • Bouillabaise

    Bouillabaise Provençale, danach eine Poire Belle Hélène

    Heute gab es wieder einen französichen Klassiker, eine Bouillabaise. Gereicht zusammen mit einer “Rouille”, gerösteter Baguette und geriebenem Bergkäse. Zum Nachtisch gab es auch ursprünglich französisches, eine Birne Helene “Poires Belle Hélène”. Und danach noch einen Pernod, von dem ein winziges Schlückchen auch in der Suppe war. Die Bouillabaise ist ursprünglich ein Arme-Leute-Essen aus Südfrankreich. Die Fischer machten aus dem, was sie nicht verkaufen und verwerten konnten, eine Suppe. Für unsereins ist sie – sowohl in einem guten Lokal als auch in der eigenen Küche – nicht gerade billig. Braucht man doch mehrere Fischsorten von unterschiedlicher Konsistenz. Original werden mindestens vier Fischsorten verwendet, “Pflicht” ist Roter Drachenkopf, den man hier…

  • Cassoulet de Castelnaudary

    Im Tiefkühlschrank hatte ich noch selbstgemachtes Entenconfit aus einem früheren Rezept. Wie man das macht, habe ich dort beschrieben. Fertiges Entenconfit gibt es in Dosen zu kaufen. Das hätte ich auch einfach in der Pfanne anbraten können. Aber natürlich suchte ich wieder nach etwas Besonderem und so bin ich schnell auf “Cassoulet” gestoßen. Das wollte ich immer schon einmal machen. Cassoulet ist ein südfranzösisches Eintopfgericht. Drei Städte streiten sich um die Urheberschaft. Toulouse, Carcassonne und Castelnaudary beanspruchen sie für sich. In Castelnaudary gibt es jedes Jahr ein dreitägiges Festival, das von der “Brüderschaft es Cassoulet” veranstaltet wird. Von da kommt auch mein Rezept. Ich habe es bei Herrn Westerhausen gefunden,…

  • Entenbrust mit Pistazienkartoffeln, Granatapfelsauce und Spitzkohlröllchen

    “Wo bleiben die Sonntagsküchenrezepte”, haben Sie sicher schon gefragt. Dabei waren meine letzten Sonntagsküchen wirklich köstlich. Es warten auf Sie noch die Rezepte für eine köstliche Paella, eine nicht minder köstliche Cassoulet de Castelnaudary und ein wundervolles Rinderfilet im Filoteig auf Selleriepürree. Aber voila, heute kommt erst einmal das heutige Rezept. Besonders die “Spitzkohlröllchen” klingen sehr aufwändig. Sind es aber nicht wirklich. Man hätte natürlich ein anderes Gemüse (oder gar keines) wählen könne. Ich hatte Lust auf Spitzkohlröllchen, das hatte ich neulich irgendwo gehört. Alle Sonntagsküchenrezepte Das Rezept für die Entenbrust hat Chili und Ciabatta Schuhbeck nachgekocht.

  • Impressionen aus Accra

    Abenteuer Visum Ein kleines Abenteuer war es schon, das Visum zu bekommen, das dann immerhin 110 € kostete. Auf der Visum Seite der Embassy fand man nur Visaanträge für Rückkehrer und erst ein versteckter Link zu „fees“ führte zum gewünschten Formular. Passfoto, Einladungschreiben, zwei Kontaktadressen, Einkommensnachweis, Überweisungsbeleg – alles musste hochgeladen und dann noch einmal ausgedruckt mit frankiertem Rückumschlag an die Botschaft gesendet werden. Aber dann dauerte es nicht lange und die Pässe waren wieder da. Gelbfieberimpfung ist Pflicht, vorgelegt werden musste der Impfpass dann aber nicht. Malariaprophylaxe ist unbedingt empfehlenswert und wird ein oder zwei Tage vor Abreise begonnen und wegen der Inkubationszeit bis sieben Tage nach Rückkehr fortgesetzt…

  • Gott schenkt mir das Leben – und das Recht, aus dem Leben zu gehen

    Gestern hat das Bundeverfassungsgericht darüber entschieden, ob ein seit 2015 erst bestehendes Gesetz, nach dem die “geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung” strafbar ist, Bestand haben soll. Bis dieses Gesetz erlassen wurde, galt seit 140 Jahren: die Beihilfe zu einem Suizid ist nicht strafbar. Eine logische Konsequenz daraus, dass auch der Suizid selbst nicht strafbar ist. Das Gesetz wurde eingeführt, um gegen Sterbehilfeorganisationen vorgehen zu können. Darüber kann man streiten. Aber unter “geschäftsmäßig” verstehen Juristen etwas anderes als wir gemeinen Menschen. So können sich seitdem auch Mediziner strafbar machen, die einem kranken Menschen Medikamente zur Verfügung stellen und damit – unter Umständen – einem Suizid Vorschub leisten. Immer mit einem Bein im…