Kalter Blutmond am Mondag

Bei eisiger Kälte heute um 5 in der Frühe mit dem Fahrrad ins Feld gefahren, um den letzten „Blutmond“ vor 2028 zu sehen und wenn’s geht, auch ein schönes Foto zu machen.
Nach zwei Stunden bin ich fast erfroren wieder nach Haus gekommen.

Im letzten Jahr gab es schon einmal diese Gelegenheit, da hatte ich das Glück von unserem Balkon aus fotografieren zu können – hab es aber vermasselt, weil ich Dabbes das falsche Objektiv drauf hatte und es nicht gemerkt habe. Diesmal ging das nicht, weil der Mond in einer ganz anderen Richtung zu sehen war.

In welcher Richtung der Mond zu sehen sein wird und von wo aus wohl am besten, kann ich vorab einigermaßen planen. In meiner App „Sun Surveyoir“ konnte ich mir das vorher ansehen.

Sun Surveyor
Sun Surveyor

Ein Blick aus dem Treppenhausfenster überzeugte mich, dass der Himmel einigermaßen klar war. Auch wie es voraussichtlich mit Wolken aussehen wird, kann man vorher erkunden – aber so richtig wollte mir das trotz einschlägiger Lektüre (1) nicht gelingen.

Dabei waren natürlich außer der Kamera Stativ, Fernauslöser und eine gute Taschenlampe. Besser wäre eine Stirnlampe gewesen, die kommt auf meinen Wunschzettel. Mit der Taschenlampe hatte ich zwar genügend Licht, um Stativ und Kamera aufzubauen, aber um die Einstellungen an der Kamera vorzunehmen, musste man schon ein bisschen rumjonglieren. Etwas geholfen hat das akkubetriebene Fahrradlicht.

Natürlich funktionierte bei dieser Dunkelheit auch nicht der Autofokus – und das manuelle Scharfstellen ist auch eher annäherungsmäßig. Man sieht eben fast nichts. Mit der Taschenlampe konnte ich dann später, als der Mond richtig stand, den Baum im Vordergrund etwas anstrahlen.

Hat es sich gelohnt?

Eigentlich nur ein Bild befriedigt mich wirklich einigermaßen, auch wenn der Mond darauf nicht wirklich rund ist.

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(1) Meine Kleine hatte mir zu Weihnachten einen Wunsch erfüllt – ein tolles Buch, das ich schon als E-Book gelesen hatte, aber der Stoff ist so schwer zu bewältigen, dass ich es mir auch gedruckt gewünscht habe.

Bastian Werner, Fotografieren bei Wind und Wetter
Bastian Werner, Fotografieren bei Wind und Wetter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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