Wenn das Brot, das wir teilen…

Wenn Sie einmal nach Marburg kommen, werden Sie natürlich die Elisabethkirche besichtigen.

Übrigens auch, wenn Sie mal nach Houston, Texas, kommen. Die haben die Elisabethkirche nämlich gerade erst detailgetreu nachgebaut und 2004 eingeweiht.

Aber auch der Temple Saint-Paul in Straßburg und St. Elisabeth in Budapest wurden nach dem Vorbild der Elisabethkirche gebaut.

Wir Hessen sind stolz auf die Eliabethkirche, aber vor allem auf Elisabeth von Thüringen, Ahnfrau der Landgrafen von Hessen.

Elisabeth kam nach Marburg, nachdem ihr Mann, Landgraf Ludwig IV. von Thüringen, beim Kreuzzug ums Leben gekommen war. Wegen der Missgunst seiner Familie musste sie mit ihren Kindern die Wartburg verlassen und kam nach Marburg.

Elisabeth hatte die Gedanken des Franz von Asissi kennengelernt und lebte in Marburg in Armut. Sie widmete ihr Leben ganz der Fürsorge an Kranken und Armen.

Glasfenster in der Elisabethkirche

Glasfenster in der Elisabethkirche

In Marburg gründete sie ein Hospital, in dem sie sich vor allem um Menschen mit Lepra und Grätze kümmerte.

Wundern Sie sich nicht, dass eine evangelische Kirche der Heiligen Elisabeth geweiht ist. Landgraf Philipp der Großmütige trat 1524 zur lutherischen Lehre über. Hessen wurde evangelisch. Philipp verehrte die Hl. Elisabeth, ließ aber ihre Gebeine aus der Grabstätte entfernen, um die Reliquienverehrung zu beenden.

Elisabeth starb heute, am 17. November, vor 784 Jahren.

Als Eliabeth wieder einmal Brot zu den Armen bringen wollte,
stellte sich Landgraf Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths aufgehetzt, in den Weg.
Er fragte sie, was sie in ihrem Deckelkorb habe.

Als sie antwortete „Nur Rosen“,
forderte er sie auf, den Deckel zu öffnen.

Darin sah er nichts als Rosen.

 

Wenn das Brot, das wir teilen

Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,

dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt, in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt
und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt. Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt.

Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe, die alles umfängt.

Klaus Peter März

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5 Kommentare

  1. Pingback: I bims, Euer Wochenblog » nichtallzufromm

  2. Nichtmals destilliertes Wasser ist rein.
    Jeder Planet ist zunächst Stern. Planet ist es mit größerer Massedichte. Mit geklautem (Gleichnis vom Haushalter) kann man sich auch Freunde machen.
    Robin Hood! Ansonsten kann kein Armer teilen.
    Ein Reicher ist auch nicht gerecht. Er wird es auf dem Rücken der Untertanen.

    Der Ausgleich der Natur hat auch nichts mit Fiktionen gemeinsam.

    Mythen und Legenen oder Historie?
    Kinder gebärten Frauen früher in Hockstellung. Und dann glauben die Männer, sie werden aus der Erde gezogen. 🙂
    Wie sie das nicht mehr glaubten, kamen die Eifersüchteleien.

    ….

    Landgraf und Herrenwesen, wurde ab 9te Jh. Himmelskörper kreisten vermeintlich noch um Erde. Elisabeth —-schwören, beschwören war viel. Sich widmen macht noch keine Güte = Qualität.

    Eine Sozialreformmerin war aus meiner Sicht Elisaeth Fry
    http://de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Fry
    Aber das Gelbe vom Ei ist das mit Blick aus dem heute, auch nicht mehr.

    Nomaden bspw. vor 40.000 Jahren, hatten kein Klopapier, sähten eher wie Vögel, backten kein Brot, hatten keine Muther, keine Stele, keine Architekten, keine Kalender, Uhr, ausgenommen den Naturerscheinungen ( Wetter, Tag-Nachtgleiche) keine Herren. Es sei denn Zugvögel (Kompass), u. a. auch Adler (Aasfresser) etc. Sie schützten sich im Abri = Fels = hebr. Got-T, der durch Plattenbewegung entstanden ist. Andere Felsen waren andere Götter. Echo im Fels, Nachhall im Fels, dazu der Kupferspiegel, machte Mensch zum Got-T.
    Aktuell sind 6,9 Milliarden Götter oder Menschen, je nach Belieben.

    Got-t = gotisch Erz. Ohne Mineralgemisch, Anstoß, keine Rotation, Erdanziehungskraft.
    Ohne Vulkan, keine Kondensationskeime
    Lava verbessert Pflanzenwachstum. Deshalb bleibt sesshafte Bevölkerung am Vulkan.

    Metallgemisch wird von Pflanzen aufgenommen, im Weiteren von Menschen gegessen. Ohne Pflanzen ist und wird kein Fett.
    Esau ohne Fett ist bspw. Blödsinn. Aber es muss nicht jeder wie Sau ölen. Je nach Genvariante sind ohnehin andere Prozesse. Das haben die Theologen nie bedacht.
    Die rötlichen sehen real besser. Dafür bekommen sie eben leichter Krebs, dank Genvariable, UV-Licht.

    UV-Licht der Sonne hinzukommend, wird nicht nur positive Veränderung.

    Weiteres wird die Genforschung, Metallurgie, usw. bringen.

    Der Künstler staunt das Bild (Vorbild, Vorstellung) an. Der Wissenschaftler untersucht das Einzelne.

  3. bis Marburg habe ich es schon geschafft – sehr beeindruckend und sehenswert – Das Leben „unserer“ Elisabeth“ natürlich auch. Danke fürs erinnern!
    Liebe Grüße Ele, die gerade die Melodie des Liedes versucht irgendwoher wieder auszukramen.

    • Ich sagte ja nicht, dass die KIirche Elisabethgeweiht sei, sondern dass sie nach dem Vorbild der Marburger Elisabethkirche gebaut ist. Verlasse mich dabei aber nur auf Wikipedia.
      Es handelt sich um die Paulskirche (Temple Saint-Paul).

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