Das neue Hochbeet

Rückblickend wäre eine Grube gar nicht nötig gewesen. Gut, sie war nicht tief, aber sie bietete doch Anlass zu Spekulationen: was soll diese 2 Meter lange und 1 Meter breite Grube in unserem Garten.

Aber in meinem Rentnergärtchen musste etwas geschehen. Nach meiner Herzoperation war das Bearbeiten meines Gemüsebeetes zu mühsam für mich geworden. Unser Boden ist ja so lehmig und klumpig, dass er im Frühjahr gründlich umgegraben und mit Kompost versehen werden müsste und auch dann nicht gut trägt.

Also fassten wir den Entschluss: ein Hochbeet muss her. Die Gartenbaufirma, die hier ab und zu mal herkommt, machte einen Voranschlag und der war viel zu teuer. Also: Eigenbau.

So kam es auch zu der Grube. Ich habe natürlich alles wie immer gründlich recherchiert und da war dann von einer kleinen Grube die Rede. Das bezog sich aber auf Hochbeete, bei denen Pfosten in die Erde eingelassen werden müssen. Mein Hochbeet hat zwar Posten, aber es steht auf der Erde.

Ergebnis meiner Recherche war auch: ich baue nicht alles selbst. Das hätte ich zwar wohl gekonnt, aber das fertige Bauteil im Baumarkt kam billiger als die einzelnen Holzteile.

Eine große Hürde gab es zu bewältigen: wie bekommen wir ein 2×1 großes Paket mit einem Gewicht von 83 kg vom Baumarkt nach Hause? Anhängerkupplung für den ausleihbaren Anhänger haben wir nicht und die Stufen zu unserem Haus hätten wir das Ding nie hochgekriegt. Wir ließen es also liefern. Und die netten Spediteure brachten das Teil nicht nur bis „Bordsteinkante“, sondern schleppten es bis in den Garten.

Die Konstruktion

Das Hochbeet ist aus Lärchenholz gefertigt. 2 m lang, 1 m breit und 72 cm hoch. Die einzelnen Seiten sind vorgefertigt und mussten nur zusammengeschraubt werden. Zwei Querbretter sorgen für Stabilität. Gut, man musste vorbohren und ohne einen anständigen Akkuschrauber wäre es schwer geworden.

Lärchenholz hat den Vorteil, dass es sehr witterungsbeständig ist und nicht imprägniert werden muss. Nach innen wird es mit dem mitgelieferten Vlies isoliert, um es vor Erde und moderndem Material zu schützen.

Der Boden wird mit einem engmaschigen Gitter bedeckt, damit keine Wühlmäuse in das Beet kommen. Die haben wir bei uns zwar noch nicht gesehen, aber Mäuse gibt es überall.

Was ich hingegen gegen die Rehe tun soll, die nun das Gemüse mundgerecht serviert bekommen, weiß ich immer noch nicht.

Reh zu Gast im Garten

Gast im Garten

Obwohl uns das Beet etwas groß vorkam, haben wir uns für diese Größe entschieden, weil sie genau in diesen Gartenbereich passt. Zwei kleinere hätten zu viel Platz weggenommen und 2 m² Fläche sollten es schon sein. Viel breiter als 1 m sollte ein solches Beet auch nicht sein, damit man von allen Seiten die Pflanzen erreichen kann.

Das neue Hochbeet

Das neue Hochbeet

Befüllung

Eigentlich wollte ich das Beet schon früher bauen, aber die Hitze hat mich doch abgehalten. Und im Grunde ist es gut, im Herbst anzufangen: man kann dann über den Herbst und Winter allmählich füllen. Es ist nämlich einiges an Material, was beigeschafft werden muss.

Um genau zu sein: Bei 65 cm Füllhöhe ergeben sich 1,3 m³, umgerechnet auf das Gewicht von Pflanzenerde wären das über 1 Tonne (~1079 kg).

Man kann also nicht alles mit Erde aufffüllen, sollte das auch nicht. Es reicht, wenn die oberste Schicht aus Gartenerde besteht.

So war ausgesprochen gut, dass wir gerade viel Astabfall hatten: unser Pflaumenbaum bog sich unter der Last der Pflaumen bis zum Boden. Ein Freund half uns mit der Heckenschere, die Äste ab- und kleinzuschneiden. Die gaben die erste der insgesamt vier Schichten ab.

Über die Äste kommt nun Laub und Grünzeug, was ja im Herbst besonders viel anfällt. Dann wird unsere Kompostanlage entsorgt und schließlich kommt obendrauf Blumen bzw. Gemüseerde.

Aber auch für nur 15 cm Erde werde ich wohl etwa 250 kg Erde schleppen müssen…

 

Schichten des Hochbeetes

Schichten des Hochbeetes

 

 

 

 

 

 

 

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