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Von Bergen nach Haugesund

Unser Platz liegt außerhalb Bergens. Ursprünglich dachten wir, mit dem Bus nach Bergen zu fahren. Aber die Fahrtzeit dauert eine Stunde einfache Fahrt und wieder gießt es in Strömen. Also doch mit dem Camper. 

In Bergen

Im Ergebnis blieben uns für Bergen nur zwei Stunden. Im Zentrum gibt es natürlich keine Parkplätze. Oberhalb des Hafens finden wir einen, zwar schön gelegen, aber man hat doch eine Zeit zu gehen. Und pro Stunde kostet der Spaß ca. 22 €! Man darf nur 2 Stunden parken. Vielleicht hätten wir verlängert, aber dafür hätten wir nochmal 40 Minuten Wegzeit gehabt und wir waren mittlerweile schon total durchnässt.

Im Regen auf den Straßen tanzen

Also Hafen, Fischmarkt, Altstadt, das Hansemuseum und die Marienkirche. In der Marienkirche findet gerade eine Trauerfeier statt, also können wir sie nur von außen ansehen.

Marienkirche

Enttäuschend finde ich den Fischmarkt. Wer einmal auf dem Hamburger Fischmarkt gewesen ist, erwartet anderes. Hier gibt es eigentlich nur Fischimbisstände. Der hier war noch der bunteste Stand.

Fischmarkt

In Bryggen, der Altstadt, ist kein Durchkommen. Neben der Britania und der AIDA sind noch zwei andere Kreuzfahrtschiffe vor Anker.

Laden in Bryggen

Häuser in Bryggen

Hochinteressant und ein Erlebnis ist aber das Hanseatische Museum. Seit 1360 gab es in Bryggen das deutsche Handelskontor, das den gesamten Handel mit Stockfisch und Fischöl betrieb. Für ca. 400 Jahre war das Kontor eine rein deutsche Männergesellschaft. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts waren immer mehr Hanseaten Berger Bürger geworden und allmählich ging das Kontor in norwegische Hände über.

Das Museum ist in einem der Handelshäuser untergebracht. Hier lebten und arbeiteten Meister, Gesellen und Lehrjungen unter einem Dach, die Lehrjungen stets „unter der Knute“, der geknoteten Peitsche, die noch heute dort hängt.

Anweisungen

Das Museum zeigt das sehr schön, aber auch die Geschichte der Hanse und die Geschichte der Handelsschifffahrt.

Weiter nach Haugesund

Von Bergen aus fahren wir südöstliche Richtung, überqueren den Hardangerfjord bei Jondal und fahren von da nach Odda. Leider kommen wir so nur eine relativ kurze Strecke am Rande der Hardangervidda vorbei, eine Hochebene, die mich vor 8 Jahren besonders beeindruckte.

Weiter geht es dann entlang des Akrafjorden Richtung Haugesund.

Heute ist der 23. Juni. Am 24. ist ja der Johannistag oder St. Hans, wie er in Norwegen heißt. In Norwegen werden am Vorabend überall große Feuer angezündet – heute regnet es aber mal wieder in Strömen.

Stattdessen sehen wir wieder imposante Wasserfälle, noch gewaltigerr als die bisherigen: Lattefossen und Langfossen. Wir staunen zwar jedesmal wieder – aber inzwischen haben wir -zig imposante Wasserfälle gesehen, ganz zu schweigen von den Wasserfällen, die auf unser Auto prasseln.

Vor Haugesund finden wir einen wunderschönen Campingplatz, haben einen Platz direkt am Meer, können tatsächlich noch einen Strandspaziergang machen und aufs Wasser sehen, bevor die Regenfälle wieder los gehen

Unsere Route

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