Die Lahn erwandern: Von Wetzlar nach Runkel

Von Wetzlar nach Braunfels

Von Wetzlar nach Braunfels sind wir auf dem Lahnhöhenweg gewandert, also auf dem Jakobsweg. Er führt nicht an der Lahn entlang, sondern aus gutem Grund durch die schöne Landschaft des Hinterlandes.

Er beginnt ganz in unserer Nähe bei den ehemaligen Leitz-Werken und führt dann hinauf auf den Kalsmunt, von dem man einen herrlichen Blick auf Wetzlar hat, 300 m von unserem Haus entfernt.

Advent auf dem Kalsmunt

Advent auf dem Kalsmunt

Blick vom Kalsmunt

Blick vom Kalsmunt

Dann geht er über die Hügel hinab ins Siebenmühlental zur Honigmühle. Diesen Weg sind wir schon oft gegangen, ist die Honigmühle doch ein Stammlokal.

Honigmühle

Honigmühle

Rast unterwegs

Rast unterwegs

Dann führt der Weg weiter über den Stoppelberg nach Laufdorf und durch das Solmser Land nach Braunfels.

Braunfels

Braunfels

Schloss Braunfels

Schloss Braunfels

Von Braunfels nach Weilburg

Diesen Weg sind wir in entgegengesetzter Richtung gelaufen. Wir starteten in Weilburg und wanderten entlang des Lahnwanderweges nach Leun, der Bahnstation von Braunfels unterhalb des Berges. Von hier führt ein steiler Weg hoch nach Braunfels.

Weilburger Schloss

Weilburger Schloss

Verladestation Allerheiligen Weilburg-Ahausen

Verladestation Allerheiligen Weilburg-Ahausen

Schleuse mit Löhnberger Mühle

Schleuse mit Löhnberger Mühle

Weg versperrt

Weg versperrt

Schlosskirche Löhnberg

Schlosskirche Löhnberg

Von Weilburg nach Aumenau

Auch diesen Weg sind wir flussaufwärts gelaufen. Er führte uns knapp 20 km auf den Lahnhöhen von Aumenau nach Weilburg.

Mit Aumenau verbinden sich unzählige Kindheitserinnerungen. Hier wurde meine Mutter geboren, ich war dort oft in den Ferien und im ersten und zweiten Schuljahr sogar eine Zeit einmal in der kleinen Dorfschule.

Natürlich hat es sich sehr verändert. Aber man erkennt die alten Häuser und Höfe noch wieder, in denen früher Oma und Opa und um die Ecke Fritze Pat, Hannese Pat und wie sie alle hießen, gewohnt haben. Meine Großeltern hatten einen Garten an der Lahn, direkt hier neben der Brücke gegenüber der heutigen Apotheke. Früher war da „Ketters“, ein Gemischtwarenladen. Aus dem Garten konnten wir direkt an die Lahn laufen. Die Frauen haben hier manchmal noch ihre Wäsche gebleicht.

Aumenau

Aumenau

Dieses Mal war der Weg ziemlich anstrengend. Vor allem im Waldstück zwischen Gräveneck und Weilburg, fernab jeder Straße oder auch nur jedes größeren Weges, gab es fast kein Durchkommen mehr. Der Sturm hatte überall Bäume umgehauen, die wir überwinden mussten. Manchmal musste man unter dichtem Nadelwerk durchkrabbeln – und nie wussten wir, ob es dann wirklich weiter geht.

Eine gute Übung für den Portugiesischen Jakobsweg, den wir zwei knapp zwei Wochen später erwanderten.

Von Aumenau nach Runkel

Ein schöner Weg führte uns von Aumenau aus über die Höhen des hier auslaufenden Westerwaldes zurück zur Lahn.

Blick auf Seelbach

Blick auf Seelbach

Ich erinnere mich, als Kind vor nun über sechzig Jahren einen Teil dieses Weges gewandert zu sein. Es war ein Ausflug an Himmelfahrt. Wir wanderten nach Arfurt und setzten dort mit der Fähre über. Ich glaube, das war die erste Fähre, die ich erlebte. Sie hatte keinen Motor und wurde an einem Seil über den Fluss gezogen.

Ich habe das einmal nachgegoogelt – und tatsächlich: „Bis in die 1960er Jahre gab es einen Fährverkehr über die Lahn nach Villmar.“

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