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Hammse mal ein Bier für mich? Was man vom Himmel erwarten kann

Ist Frau Haldis Gundersen in Kristalsund nun zu beneiden oder nicht?

Sie wissen gar nicht, wer Frau Gundersen ist? Heute berichtete die Frankfurter Rundschau über sie:

pictureservlet

Und das in der Fastenzeit!

Man muss wissen, dass ich zur Zeit „7 Wochen ohne“ lebe, was vor allem 7 Wochen ohne Alkohol bedeutet. Und man muss weiter wissen, dass ich, wie hier schon öfters erläutert, nicht nur ein großer Weintrinker vor dem Herrn, sondern (wie im letzten Eintrag allerdings zum ersten Mal zart angedeutet) früher auch ein guter Biertrinker war. Heute trinke ich Bier fast nur noch im Sommer und frisch vom Fass.

Ich finde also durchaus, dass Bier aus der Leitung ein Genuss sein kann. Aber, liebe Freunde, haben Sie schon mal Bier satt gehabt? Haben Sie schon mal erlebt, dass am Ende eines Festes das Fässchen noch nicht leer war, weil keiner mehr Bier trinken, geschweige denn sehen oder gar riechen konnte. Ganz zu schweigen davon, wenn welche soo viel getrunken hatten, dass es ihnen zu Nasen und Ohren wieder herauskam.

Also, liebe Frau G. ich weiß nicht.
Das war für Sie „wie im Himmel“?

Kein Wunder, dass manche Menschen nicht in den Himmel wollen, wenn das alles gewesen sein soll. Bier aus allen Leitungen. Da lob ich mir das Schlaraffenland, da flogen wenigstens noch gebratene Tauben rum und es gab Milch und Honig. Aber Bier aus allen Leitungen.

Allein die Vorstellung: ich stelle mich unter die Dusche, freue mich
des Winters auf die angenehme Wärme, des Sommers auf die erfrischende Kühle – und dann kommt Bier, dieses klebrige Zeug, mit dem Fritze-Pat, unser bäuerlicher Nachbar, seinen Gäulen immer Muster ins Fell gekämmt hat, wenns zum Kerweumzug ging?

Ob es im Himmel Duschen gibt?

Neulich hab ich geträumt, ich sei in den Himmel gekommen. Der liebe Gott selbst hat mit mir zu Mittag gegessen, es gab ein bisschen Rohkost und eine trockne Scheibe Brot.

Als wir da saßen und unser Brot kauten, konnt ich einen Blick in die Hölle erhaschen. Was seh ich da? Ente in Orangesauce, Dippehas, Lammbraten … all die Köstlichkeiten und noch viel schöneres.

Erst wollte ich nichts sagen, dann habe ich den Herrgott gefragt, ob es im Himmel vielleicht auch einmal was Gutes zu essen gibt. Hat der zu mir gesagt: „Ach weißt du. Für uns zwei lohnt das Kochen doch nicht…“

Aber wie gesagt, es war ein Traum, ich bin schweißgebadet aufgewacht.

Also, ich lasse den Himmel getrost auf mich zukommen. Bier jedenfalls werde ich dort am allerwenigsten vermissen.

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12 Kommentare

  1. jahreszeiten 16. März 2006

    Bei Tisch sind Religion und Theologie vielleicht nicht die richtigen Themen, aber irgendwie wird es mich doch vielleicht drängen, ein paar Fragen los zu werden.

    Du hast recht. Jesus hat als Auferstandener die Jünger gefragt: „Habt ihr nicht etwas zu Essen da“. Ich nehme an, wenn sie nichts gehabt hätten. wäre er vielleicht früher gen Himmel gefahren.

  2. jahreszeiten 14. März 2006

    Hier ergeben sich ja wahrlich interessante und existenzielle Fragen, die mich doch sehr ans Nachdenken brachten. Von Gottvater wird eigentlich nirgends erzählt, dass er isst. Aber Jesus geht jedenfalls davon aus, dass im Himmel gegessen wird, denn er sagt bei seinem letzten Mahl: „Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, daß ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes“.

    Der Heilige Geist selbst ist wohl eher nichts, andererseits wird erzählt, dass er jedenfalls zum Essen anregt, denn kaum hat er sich über die Menschen ergossen, „waren sie täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern,
    „hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen

    Ich nehme eigentlich an, dass der dreieinige Gott nur auf einem Stuhl sitzt, aber vielleicht kommt da ja die Redewendung „der isst für drei“ her.

    Interesant finde ich auch die Frage, was es zu essen gibt. Christen ist das lt. dem Apostel Paulus zwar weitgehend freigestellt, andererseits wird sich Gott wahrscheinlich an seine Speisevorschriften auch halten.

    Beunruhigend finde ich, dass mir nicht ganz klar ist, worüber man in einer solchen Tischgesellschaft reden könnte. Selbst wenn wir über das Wetter reden, könnte Gott sich vielleicht angegriffen fühlen. Und über Religion zu reden ist bei einer Tischgesellschaft ja immer schwierig.

    Naja wir werden es erleben. Nicht wahr?

    • orphelins 14. März 2006

      Mal sehen, ob ich nicht doch bei

      Ente in Orangesauce, Dippehas, Lammbraten … all die Köstlichkeiten und noch viel schöneres.

      lande! Aber ihr werdet sicher so freundlich sein mir dann davon zu berichten.

      • jahreszeiten 15. März 2006

        Also ein Blick in dein Profil, vor allem Bild Nr.2, hat mich überzeugt, dass du eher in die göttliche Runde gehörst.

        • orphelins 15. März 2006

          Ups! Das Bild ist zwar bei einem kirchlichen Anlass entstanden, nur war der Ablauf des Abends nicht unbedingt fromm. Wahrscheinlich habe ich auch nur wehmütig von dem Wein Abschied genommen, da ich in der Fastenzeit darauf verzichte.

        • orphelins 15. März 2006

          Da hab ich noch was dazu gefunden, hier.

    • Loco_just_Loco 16. März 2006

      Bei mir zu Tisch ist sogar Theologie als Tischthema tabu. Arbeit und Vergnügen soll man trennen…
      und Religion kann Freundschaften trennen, genau wie Politik. Das beim Essen, oh oh…
      Nun, ich vermute ohnehin, zu Tisch mit Gott wird es „totaliter aliter“ sein, wie der verstorbene Mönch seinem Mitbruder mitteilte. Auch, was die Tischgespräche angeht.
      Mir scheint aber, es ist nicht ganz unwichtig, richtig gekleidet zu sein. Meine Stilberater, Paulus und Timotheus nennen sie sich, empfehlen: herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, Vergebungsbereitschaft. Und als Gürtel um alles die Liebe.
      Oh, das ist nicht einfach zu bekommen…

      Die Männer im Hain von Mamré, die haben gegessen. Auch Fleisch, nicht nur Gemüse. Aber ob diese Männer nun mitsammen Gott-Vater sind, oder die Dreieinigkeit, oder doch ganz anders – darüber mögen andere streiten. Ich glaube, wenn ich Ihm persönlich gegenüberstehe, dann werde ich das nicht mehr fragen.
      Jesus hatte einen gesunden Appetit; nach der Auferstehung noch finden wir ihn immer wieder bei Tisch. Sympathisch. Wo man miteinander ißt, da geht man friedlich miteinander um; nur Hungernde werfen mit Tassen, Tellern und Tellerminen um sich. Und Unzufriedene, die nicht satt werden können, obwohl sie im Überfluß haben… arme Menschen.
      Da im Himmel keine Krankheit sein wird, somit auch kein Alkoholismus, kann übrigens auch ohne Scheu Wein ausgeschenkt werden. Wir werden ihn in Maßen genießen.
      😉 Und nicht, wie in jenem Weindorf nicht weit von hier, danach „schmecken“, welcher Bauer den wohl geliefert hat…

  3. Loco_just_Loco 14. März 2006

    Mag sein, daß Kochen für nur eine Person nicht reizvoll ist – für zwei zu kochen lohnt sich aber doch immer!

    😉 und wenn ich dann dazukomme, sind’s schon drei bei Tisch…

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