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Ich bin zu sensibel

Manchmal denke ich, ich bin zu sensibel für diese Welt. Wie sensibel ich bin, sehen Sie zum Beispiel daran, dass ich seit einigen Tagen kein Auge mehr zukriege.

Da musste ich nämlich lesen, dass Paris Hilton für 45 Tage ins Gefängnis muss. Allein der Gedanke, mir eine so junge, schöne, reiche Frau mit einem so schönen Namen im Gefängnis vorszustellen, raubt mir den Schlaf.

Jetzt hat ihr der Richter wenigstens die Hälfte der Strafe erlassen wegen guter Führung, weil sie zum Gerichtstermin pünktlich erschienen ist, was durchaus nicht selbstverständnlich für eine so junge, schöne Frau ist.

Ich kann dem Richter nur beipflichten: Paris Hilton führt sich wirklich außerordentlich gut.

Außerdem hat sie panische Angst vor dem Gefängnis. Schließlich kann nicht jeder so gelassen da reingehen wie ein gewisser Robert Hoyzser, der wegen falschen Pfeifens auf dem Fussballplatz am Freitag seinen schweren Weg für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis antrat. Der sagte am Tor der JVA:

„Vergleichbar ist das mit einem neuen Job, wenn man zum ersten Mal durch die Tür beim neuen Arbeitgeber kommt“

Wie man hört, konnte Paris Hilton mit diesem Trost rein gar nichts anfangen, weil sie noch nie durch die Tür eines neuen Arbeitgebers gegangen ist.

Hiltons Gouverneur Arno Schwarzenegger hätte ich durchaus mehr Verständnis für das arme Mädchen zugetraut.

9 Antworten auf „Ich bin zu sensibel“

witzigerweise hast du dich ausgerechnet beim Wort „Vorstellen“ verschrieben. du versuchst, dir vorszustellen… wie Paris Hilton…
das gibt der Geschichte genau den zitronensüssen Lispler, den sie braucht. Lass das bloss so! Oder war das Absicht?

Jeden den ich kenne, einschließlich mir selbst, finden Frau Paris ganz schlimm. Peinlich ist sie, eingebildet und unverdientermaßen reich wie ein Scheich. Und jetzt bekommt diese Tussi auch noch die Haftstrafe verkürzt, nur weil sie berühmt ist.

Beim zweiten Nachdenken scheint mir aber, dass sie eine der einsamsten Personen ist auf der Welt. Kein Wunder, wenn man so beliebt ist wie damals ein Zöllner…. Halt! War das nicht der, zu dem sich Jesus gesellte, weil ihm jeder Mensch gleich wichtig war?

Ich muss noch viel an mir arbeiten.

Mir kommen die Tränen. Das arme, bedauernswerte Mädchen. Dass aber auch so gar keiner das richtige Verständniss für sie hat.:>>
Hoyzsers Strafe finde ich, ehrlich gesagt, reichlich übertrieben in anbetracht der Tatsache, dass Kinderschänder als Ersttäternur zu oft eine vergleichsweise geringe Strafe erhalten.

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