Im nächsten Leben

Die drei Dinge, die ein Mann getan haben sollte in seinem Leben, hab e ich alle hinter mich gebracht.

Zugegeben, das Haus war nur eine Blockhütte, die ich zusammen mit Freunden und Hilfe meines Vaters als Kind in unserem Hof gebaut habe. Aber einen Baum habe ich schon gepflanzt. Und ein Kind habe ich auch schon gezeugt und sogar bei seiner Geburt bin ich dabeigewesen.

Womit ich bei meinem Thema bin. Warum auch immer, der Herrgott, hat es ja so eingerichtet, dass wir Männer einerseits nie sicher sein können, wieviele Kinder wir gezeugt haben (es sei denn, wir wären keine evangelischen Pfarrer, sondern katholische Priester und noch dazu würden wir uns dann auch noch an unsere Berufspflichten halten und unsere Kinder nicht zeugen) und zweitens können wir umgekehrt nicht sicher sein, dass diese wunderbaren Geschöpfe von uns selbst gezeugt wurden. Da zum Beispiel habens Frauen eindeutich wieder mal besser.

Dafür müssen Frauen unter Schmerzen gebären. Ich hingegen muss im Schweiße meines Angesichtes mein Brot verdienen.

Liebe Leserinnen, wie alls Männer würde ich zu gerne mit Ihnen tauschen. Das habe ich heute in der Rundschau gelesen:

Dicker Bauch

Und ich muss sagen: es stimmt. Im nächsten Leben möchte ich einmal selbst ein Kind kriegen. Immer nur dieses Zeugen ist mir einfach zu wenig.

Und es nervt mich auch langsam, wenn selbst in meinem fortgeschrittenen Alter mich ein Geschlechtsgenosse höhnisch frag: “Na, wann ist es denn soweit?” und gar noch die Hand auf mein Bäuchchen legt.

Mein Bauch gehört mir

Dann möchte ich endlich auch einmal strahlend antworten können: “Nächste Woche!”

Gott sei Dank ist es ja schon ein paar Jahre her, dass meine Tochter am Strand zu mir sagte: “Du hast so einen dicken Bauch, Papa”. Als ich ihr sagte: “Guck dich doch einmal um – es gibt VIEL DICKERE Männer hier” (was auch stimmte), meinte sie: “Jaaa, aber die sind auch nicht so klein”

Können Sie jetzt verstehen?

Obwohl als Frau … ob ich mich da trauen würde, mit dem Bauch rumzulaufen?

10 Kommentare

  • riverjessie

    Ich nehme an, der Appetit aufs Frausein in gewissen Teilbereichen ist dir mittlerweile wieder ein wenig vergangen, ein Hoch auf die Ausführungen in den Kommentaren. 😉
    Soll ich auch noch? Na, lieber nicht. Doch den roten Pulli muss ich loben, er zeugt von Sinnlichkeit – wie auch der Inhalt. Und schon bist du als Mann wieder im Vorteil, uns Frauen werden die leibesmittigen Schwellungen nur während der Schangerschaft nachgesehen, euch Männer machen sie jederzeit stattlicher. 🙂
    Gruß, Jessie

  • YuLee

    Meine Mutter musste während ihrer Schwangerschaft viel liegen, weil wir sonst abgegangen wären. Ganz zu schweigen von jedem Klogang, bei der sie Angst hatte, dass wir “verlorengehen”. Wenn sie im 6. Monat nicht zugenäht worden wäre, wäre mein Bruder tot zur Welt gekommen. Die Geburt selbst war v.a. bei der ersten lang und schmerzhaft (ich glaube 14 Stunden), danach hatte ich durch die Muttermilch bedingt Gelbsucht und musste verlegt werden. Dasselbe bei meinem Bruder, der auch noch die Nabelschnur um den Hals gewickelt hatte. Als dann bei ihr die Eierstöcke wegen Zysten entfernt werden mussten, hat man außerdem festgestellt, dass die Gebärmutterschleimhaut (oder wie das Ding heißt) außerhalb der Gebärmutter war. Da kann ich meine Mutter, meinen Bruder und mich nur beglückwünschen, dass wir es überhaupt auf die Welt geschafft haben! Meine Oma kam als Zangengeburt zur Welt – danach wollte mein Uropa kein Kind mehr, weil er seine Frau nicht nochmal dermaßen leiden sehen wollte. Es gab dann auch wirklich keine Kinder mehr. Also wenn es nach mir ginge, würde ich das “Wunder der Geburt” gerne in Vollnarkose verschlafen (wozu gibt es Kameras mit Videoaufzeichnung?), aber leider geht das nicht, da frau dann nicht pressen kann:( Ich habe wirklich Angst davor. Und was die Periode angeht: In meiner Familie bin ich noch gut beraten, da ich “nur” starke Bauchschmerzen habe. Meine Mutter ist vor Blut immer weggeschwommen (mit Schmerzen), hat sich deswegen auch einer Totaloperation (auch wegen einem Geschwulst in der Gebärmutter)unterziehen müssen, bei meiner Oma same shit und meine Uroma hatte zu den geschilderten Schwierigkeiten der Periode auch noch Migräne. Da wäre mir der Zeugungsakt um Welten lieber – zumal der Mann immer einen Orgasmus hat im Gegensatz zur Frau. Die Frau hat fast nur den Schlamassel!

  • jahreszeiten

    Also ich hab mirs überlegt. Kinder einfach geschenkt zu bekommen, ist vielleicht doch angenehmer.

    Meine Tochter meinte gerade, als sie meinen Blog und eure Kommentare las:

    “Also, es hat schon seinen Grund, dass die Frauen die Kinder bekommen. Die Männer würden bei der Geburt sterben!”

  • orphelins

    Im nächsten Leben möchte ich einmal selbst ein Kind kriegen.

    Da habe ich meine zwei Schwangerschaften irgendwie anders in Erinnerung. Am Anfang ist es ja noch ganz nett, aber irgendwann ist die ständige Übelkeit, der dicke Bauch der es einem fast unmöglich macht die Schuhe selber zuzubinden (Ich konnte in der Garage nicht ins Auto einsteigen weil der Bauch zu dick war), das ständige Gerenne auf die Toilette weil das Kind mal wieder die Blase als Punchingball genutzt hat, der Schlafmangel weil es nahezu keine Position gab wo der Bauch nicht im Weg war, auf die Nerven gegangen. Die Geburt selbst muss ich denke ich nicht näher ausführen. Wären da nicht die netten kleinen Glückshormone die einen danach überschwemmen, würde keine Frau mehr als ein Kind in die Welt setzen. Ich hatte übrigens zwei unkomplizierte Geburten.

    Wenn man all diese negativen Dinge ausblenden könnte, wäre es mit Sicherheit das schönste auf der Welt Kinder zu bekommen.

  • YuLee

    Na, also wenn es nach mir ginge, wäre ich froh, wenn Schwangerschaft und Geburt ohne alle “Nebenwirkungen” wie Schmerzen, Übelkeit, im Falle meiner Mutter schwaches Bindegewebe, das meinen Bruder und mich fast nicht gehalten hätte und ganz nebenbei die monatliche Bluterei mit Schmerzen wegfallen würde! Ganz zu schweigen von den Depressionen im Kindbett. Ich frage mich, ob Tiermütter auch mit all dem Mist zu kämpfen haben…

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