Kalenderblatt: Eispickel

In irgendeinem Krimi habe ich von einem Eiszapfen als nahezu perfekter Mordwaffe gelesen. Er löst sich nach der Tat auf.

Ein Eispickel hingegen ist keine perfekte Mordwaffe. Höchstens unter Bergsteigern, wie ich es neulich wiederum in einem anderen Krimi gesehen habe, eignet er sich für Totschläge im Affekt.

Trotzdem assoziiere ich Eispickel immer mit Mord. Seit ich zum ersten Mal vom Mord an Leo Trotzki hörte. Der geschah heute, am 20. August, vor 70 Jahren.

Ich maße mir kein Urteil über Trotzki an, wohl aber über Stalin. Der ließ Trotzki ermorden, weil die Partei immer Recht hat und Trotzki das nicht glauben wollte. Vielleicht wäre Trotzki das kleinere Übel gewesen, wenn er sich hätte durchsetzen können. Wer weiß.

Richard Hoyt schrieb übrigens einen netten Krimi, den es aber wohl nicht mehr im Buchhandel gibt “Trotzkis Rückkehr”:

“Jetzt war Leo Trotzki zurückgekehrt. Wiedergeboren auf einer Kreuzung mitten in New York. Und diesmal würde er sich rächen. Für Stalin und den Verrat an seiner Revolution. Ein paar Tage noch, dann würde er es den verdammten Russen zeigen”

Eispickel nennt man übrigens auch gewisse kleine gehirnchirurgische Instrumente. Aber die kennt der Geheimdienst nicht. Oder doch?

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