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Kalenderblatt: Schenkt sie ihm kein Söhnchen…

„Marina, Marina, Marina..“ hatten wir zuhause auf einer 45er Schallplatte. Rocco Granada hat es auf italienisch gesungen, die ersten Deutschen machten Urlaub in Italien und die ersten italienischen Gastarbeiter waren nach Deutschland gekommen.

Es gab auch eine deutsche Version:

Bei Tag und Nacht denk ich an dich, Marina
du kleine, zauberhafte Ballerina,
o wärst du mein, du süße Caramia,
aber du, du gehst ganz kalt an mir vorbei.

Doch eines Tages traf ich sie im Mondschein
ich lud sie ein zu einem Glase Rotwein,
und wie ich fragte, Liebling, willst du mein sein?
Gab sie mir einen Kuß und das hieß : Ja!

Marina, Marina, Marina,
dein Chic und dein Charme, der gefällt.
Marina, Marina, Marina, du bist ja die Schönste der Welt.

Wunderbares Mädchen, bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine –

oh nononono no.

Wunderbares Mädchen, bald sind wir ein Pärchen,komm und laß mich nie alleine, oh nononono no.

Das war 1957. Der Volksmund sang auf das Liedchen:

„Die Farah, die Farah, die Diba
die ist ja die schönste der Welt.
Schenkt sie ihm kein Söhnchen,
wirft er sie vom Thrönchen.
Genauso wie Sorayah.
Oh no no no no no“

Das war 1958. Denn da ließ sich der Schah von Persien von Sorayah scheiden, weil sie ihm keinen Sohn gebar. Sorayah war die „Deutsche auf dem Pfauenthron“, deshalb nahmen die Deutschen lebhaft Anteil an ihrem Schicksal.

Hochzeit auf dem Pfauenthron 1951

Sorayah wurde heute, am 22. Juni, vor 78 Jahren geboren. Sie starb 2001.

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2 Kommentare

  1. Kehrtraud 23. Juni 2010

    Unser mittlerer Sohn und seine Freundin fahren voll ab auf diese Zeit. Ziehen sich auch so an. Und hören nur solche Musik.

  2. stadtpomeranze 22. Juni 2010

    Woran du dich so erinnerst…unglaublich.

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