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Memento

Mascha Kaléko

Memento

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tod derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind ?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muß man leben.

Gestern ist C. gestorben, mit 41 !
Der optimistischste, lebensfreudigste und zugewandeste Mensch, den es gibt.
Gott, du bist so ungerecht

C. hat mir Mascha Kaléko nahegebracht. Meine Tochter Mascha verdankt C. soviel!

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4 Kommentare

  1. Ann-Kris 11. Oktober 2013

    Ich mag dieses Gedicht von Ihr

    Gruß Ann-Kris

  2. adolfwoehr 11. Februar 2007

    Antworten kann ich nicht. Nur Hiob fällt mir ein.
    Das Gedicht ist aber auch in seiner Trauer wunderbar.

  3. Jammertal 16. August 2005

    „Wie weit wohl Gottes Gnade reicht“ fragt Ringelnatz, den C. auch gern nahe brachte. Mir scheint im Moment, als gäbe es die gar nicht.

  4. Schwarzer_Monolith 7. August 2005

    „Er klage es dem Herrn, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.“ (Ps. 22, 9) Herzlichst aus Weimar Michael Schröpfer

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