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Der Montagmorgenaufräumerblog

Montagmorgen wird aufgeräumt. Der Schreibtisch freigeschaufelt, die Mails von letzter Woche erledigt, die erste Waschmaschine gefüllt.

Und der erste Blog geschrieben. Der, der alles, was von letzter Woche übrig geblieben ist, aufräumt.

Voila.

Wir sind Weltmeister.

Hessen ist Weltmeister. Unser Vettel aus unserem Heppenheim hat die Formel 1 gewonnen. Heppenheim, müssen sie wissen, ist ein hübsches kleine Städtchen an der Bergstraße, da wo Hessen am schönsten ist.

Ich interessiere mich ja weder für Formel 1 noch für eine andere Sportart. Aber der Vettel soll soooo ein sympathischer junger Mann sein, habe ich mir sagen lassen.

Der würde doch eigentlich zu unserer Lena passen. Wäre das nicht das Traumpaar?

Was an Motorsport „Sport“ sein soll, hat mir noch nie ganz eingeleuchtet. Aber vielleicht sollte ich das anders sehen: eigentlich treibe ich ja jeden Tag Sport mit meinem kleinen Corsaflitzer.

Hessen hat mehr zu bieten

Zu meiner großen Freude habe ich heute morgen erfahren, dass auch die Zuckerstreuer aus Hessen kommen. Sie wurden von einem Schlüsselrappler erfunden. Das ist aber einen eigenen Blog wert. Seien Sie gespannt.

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Am Samstagebend war ich in einem wunderbaren Konzert. „Vocal Noise“. Konzert einer Gesangsschule aus Wetzlar. Erst war ich ein bisschen skeptisch: eine Gesangsschule und – stellen Sie sich vir – der Auftritt sollte in einem Autohaus stattfinden. Hätte Sie doch sicher auch skeptisch gemacht.

Und dann noch der Name des Autohauses: Pohl. Wenn Sie links auf mein Twitterbildchen gucken, wissen Sie, warum mich der Name sketisch macht. Ich habe mit denen nix zu tun.

Aber der Auftritt war fantastisch. Wie der Name sagt: laut und fetzig, manchmal leise, „Seasons of Love“, wirklich professionell. Herr Pohl hatte mit seinem Team alle Autos rausgeräumt und siehe da, aus einem Autohaus wurde ein wunderbarer Aufführungsort.

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Gestern Abend dann das Kontrastprogramm: Taizégottesdiens in unserer Kirche. Seit 7 Jahren 2 Mal im Jahr der Renner überhaupt. Wenn man bei einem meditativen Gottesdienst von „Renner“ sprechen soll.

„Meine“ Kirche eignet sich dafür wunderbar. Sie ist eine der schönsten Kirchen des 20. Jahrhunderts, finde ich. Natursteine und Holz. Wenn sie dann in der Abenddämmerung nur von Kerzen erleuchtet wird, kommt die Seele zur Ruhe.

In den Dämmerungen regiert das Herz

hat Jean Paul gesagt, der gestern vor 185 Jahren gestorben ist.

Taize

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Annuntio vobis gaudium magnum: Habemus Pastora

habe ich am späten Donnerstagabend noch in die Welt hinausgerufen. Stünde da am Schluss statt Pastora „Papam“ hätten wir einen neuen Papst gefunden. So war es glücklicherweise eine Pastora, die ab Januar nun meine Kollegin in der Gemeinde sein wird.

Für die, die kein Französisch können. Das ist Latein und heißt: „Ich verkünde euch mit großer Freude: wir haben eine Pfarrerin“

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Warum heißt das Pferd „Pferd“?

Sie denken, weil man mit ihm fehrd? Könnte sein, aber richtig ist die Antwort:
Weil es auf der Erde steht, sonst würde es schließlich PfLUFT heißen.

Im hessischen Heidenrod wurde ein Pferd am 11.11. zum PfLÜCHT, hat nämlich seinen Reiter abgeworfen und ist geflüchtet. So las ich in der Zeitung. Und war heilfroh, dass das bei unserem Martinsumzug nicht passiert ist.

Wir hatten nämlich zum ersten Mal auch ein richtiges Pferd dabei. An die kommt man in Frankfurt ja nicht sooo leicht ran, bei den vielen Martinsumzügen. Und ein bisschen Sorge habe ich auch gehabt, dass es mit seinem Sankt Martin durchgehen könnte.

In Heidenroth war es übrigens eine St. Martina.

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Dass ich auch auf Facebook zu finden bin, wissen Sie ja auch aus dem kleinen Bildchen links. Wie so ein Leben mit Facebook aussieht, sehen Sie hier:


gefunden auf kress.de

So jetzt muss ich in die neue „Seniorenresidenz“, die hier aufgemacht hat. Ich wünsch Ihnen eine schöne Woche.

Es sind übrigens nur noch 39 Tage und jetzt gerade 13 Stunden und 38 Minuten bis zum Ersten Advent. Da freu ich mich schon drauf.

Bis die Tage.

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6 Kommentare

  1. Erdlicht 25. November 2010

    Film ist nicht mehr zugänglich

    @Loco,
    Pastor = Seelenhirte
    Seele uneindeutig, unbewiesen, ist es für mich Sauerstoff.
    So ergibt sich der Sauerstoffhüter,
    Pfarrer = Ableitung von mittelalterlichem Pferch, im Gerichtsbezirk.

  2. Loco_just_Loco 17. November 2010

    Ich hätte jetzt pastorem geschrieben, weil das grammatische Geschlecht vorwiegt…
    In Frankreich stellt sich das Problem auch ohne Latein:
    Mme le pasteur ?
    Mme la pasteur ?
    Mme la pasteure ?
    Andere sprechen gar von pastourette, pastourine oder ähnlich kulinarischen Begriffen.
    Paul Ricoeur dagegen, der große Philosoph, wußte: „das ist eine Funktion, die wird nicht in die weibliche Form gesetzt. Also Mme le pasteur.“

    btw: kennst du Witta Pohl? Und Sabine Bergmann-Pohl?

  3. Anonymous 16. November 2010

    So viele Gedankensprünge in einem Blog! Gedanklich hängen geblieben bin ich bei eurem Taizee Gottesdienst, das würde mich auch mal interessieren.
    Herzlichen Glückwunsch zur neuen Kollegin!

  4. jahreszeiten 15. November 2010

    Uii. In welcher Welt lebe ich denn, jetzt dachte ich doch ernsthaft, wir hätten noch sooo lange hin…
    Nee, im Ernst, das kommt vom Reinkopieren an falscher Stelle…

  5. Sansibar 15. November 2010

    Lieber Pfarrer Pohl,

    ich hoffe, ich bringe nicht Deinen Terminplan völlig durcheinander, aber es sind nur noch dreizehn Tage bis zum ersten Advent… Meinst Du vielleicht: Bis zum Heiligen Abend? Dann würde es in etwa passen.

    Herzliche Grüße aus Berlin!

    Richard

    PS.: Ich war auch sehr froh, als am Martinstag das Pferd wieder sicher in seiner fahrbaren Kiste war und dass kein Kind von ihm gebissen wurde…

  6. riverjessie 15. November 2010

    Fredl Fesl … mich deucht, von ihm stammt der Spruch mit dem Pferd statt Pfluft … ? Er hängte allerdings ein bayrisches L an. Pferdl statt Pfluftl.

    Gratulation zur neuen Kollegin :).

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