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Nachlese Weihnachten

An Heiligabend waren wir in diesem Jahr nicht in der Kirche. Wir hatten uns fest vorgenommen, zur Christmette zu gehen – für mich der schönste Gottesdienst überhaupt. Aber abends merkte ich dann, dass ich viel zu müde war. Morgens war ich schon um 4 wach gewesen und weil ich das Weihnachtsessen vorbereiten musste, hatte ich auch keinen Mittagsschlaf gemacht.

Wie vielen Menschen mag es so gehen? Die Umfragen zur Kirchenmitgliedschaft zeigen immer wieder, dass mehr Menschen von sich sagen, sie gehen an Heiligabend in der Regel zur Kirche, als dies statistisch sich bewahrheiten würde.

Aber der Gottesdienstbesuch an Weihnachten ist phänomenal und ein großer Beweis, wie sehr Weihnachten für viele Menschen mit der christlichen Botschaft verknüpft ist.

„Nur wenige Deutsche gehen Weihnachten in die Kirche“ titelte die FAZ dagegen vor Weihnachten. Wie bitte? Nur wenige? Um die 28% seien es. Aller Deutschen!

Dass über 40% der Bevölkerung keiner christlichen Kirche angehören, wird genauso unterschlagen wie die beispielsweise die Kranken, die nicht in den Gottesdienst gehen können.

„40% der Christen wollen an Weihnachten in den Gottesdienst gehen“ – das wäre der FAZ keinen Artikel wert gewesen, erfüllt mich aber mit Freude. 40%.

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Wir waren dann am zweiten Weihnachtstag im Wetzlarer Dom zu einem Kantatengottesdienst. Ein wunderbarer Gottesdienst mit der Wetzlarer Kantorei, die zusammen mit dem Bach-Collegium und Solisten die Kantate 2 aus Bachs Weihnachtsoratorium darboten.

Im Wetzlarer Dom

Im Wetzlarer Dom

Die Predigt fiel etwas ab. Im vollen Dom akkustisch nur schwer zu verstehen, ging es um die Windel, die der Pfarrer so vor das Mikrofon hielt, dass es nur noch knatterte.

Ich für meinen Teil hätte mir etwas mehr von der Weihnachtsbotschaft gewünscht. Das ist die Botschaft von dem Friedefürsten. Der unter Armen geboren wird, als Säugling mit auf die Flucht genommen wird. Der unter der Folter stirbt.

Der Chefredakteur der „Welt“ entblödet sich sich nicht, auf Twitter zu verkünden:

Mal abgesehen davon, dass er das schon in die Welt setzte, bevor er in einer Christmette gewesen sein kann: kann es sein, dass die Weihnachtsbotschaft diesem Herrn so wenig in seine WELTsicht passt?

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Im Krabbelgottesdienst habe ich zu Weihnachten immer ein kleines Fingerspiel vorgemacht. Jetzt ist es mir partout nicht mehr eingefallen und alles Googeln hat nichts genutzt. Schließlich habe ich die Liebste gefragt. Das hätte ich gleich tun sollen – wie immer.

Hier hat sie es Euch mal vorgespielt:

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An Heiligabend habe ich wieder das Kochen übernommen. Dass es Pute geben sollte, habe ich ja schon geschrieben.

Tags zuvor kam sie schon eine Salzlake, am nächsten Tag habe ich sie dann mit einer Hackfleisch-Maronen-Mischung gefüllt, eine halbe Stunde im Ofen bei 240° gebraten, danach ca. 7 Stunden bei 80°. Mit diesem Niedriggaren wird das Fleisch köstlich zart.

Schon zugebunden

Schon zugebunden

Salzlake mit Gemüse und Gewürzen

Salzlake mit Gemüse und Gewürzen

Festtagsbraten

Festtagsbraten

Dazu gab es Kartoffelklöße, Rosenkohl und Bratäpfel. Wir haben an der Pute vier Tage gegessen. 

Festtagsessen

Festtagsessen

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Zu Weihnachten bekommen die Zeitungsfrau, die uns unsere Rundschau täglich vor 5 Uhr morgens (!!!) in den Briefkasten wirft und der Postbote, der allen Unkenrufen zum Trotz zuverlässig und immer freundlich Post und Pakete bringt, eine kleine Aufmerksamkeit von uns.

Vielen Dank

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Jedes Jahr fahren wir über Silvester mit Freunden nach Bergen Aan Zee an der holländischen Nordseeküste. Heute geht es wieder los. Seit Tagen üben die Liebste und ich schon Doppelkopf, damit wir das abends spielen können. Letztes Jahr habe ich es ihr beigebracht, aber in Wetzlar haben wir immer noch niemanden gefunden, mit dem wir spielen können. So müssen wir mit offenen Karten und zwei fiktiven Mitspielern üben.

Man sollte eigentlich öfter mal mit offenen Karten spielen.

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