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Soll ich schreien? Soll ich klagen? Soll ich weinen?

Mein Freund, Archimandrid Athinagoras, schrieb heute auf Facebook:

Ich bin empört und schockiert über die Ereignisse im Irak. 25.000 Christen in der Stadt Mossul mussten wählen zwischen Konvertierung zum Islam, Jiya (schwere Steuern für nicht Muslime) und Tod. 25.000 Christen haben die Stadt bis gestern Abend verlassen. An den Kontrollposten wurden sie ihren letzten Habseligkeiten beraubt. Es gibt keine Christen mehr in Mossul.

Soll ich klagen? Wer wird meinen Klag hören?
Soll ich schreien? Wer wird meine Stimme wahrnehmen?
Soll ich weinen? Wer wird mir die Tränen abwischen?
Heute ist es Mossul, morgen ist es Beirut, übermorgen vielleicht Athen und dann??? Wer ist als nächstes dran? Wie soll ich wieder meine muslimischen Brüdern und Schwestern wieder vertrauen, wenn ich im innersten von der Ohnmacht ihrer selbst gegenüber den Salafisten in unserem Lande überzeugt bin und ich die Angst habe, dass ich vielleicht auch morgen vor der Wahl stehe: Salawat, Jiya oder Tod?

Gott möge alle Märtyrer unter dem islamischen Schwert am Ort der Erquickung aufnehmen.
Ich bin zutiefst von den Politikern unseres Landes enttäuscht.
Ich bin zutiefst von den Kirchen unseres Landes enttäuscht.
Ich bin zutiefst vom Schweigen der Muslime unseres Landes enttäuscht.
Was erwartet uns morgen?
Wo bleibt die Vernunft in dieser Welt?
Wer ist verpflichtet zu handeln?

Ich bete, dass Gott uns Einsicht gibt.
Ich bete, dass Gott uns beisteht.
Ich bete, dass Gott uns Sein Erbarmen schenkt.

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