In den Tag geblickt

Die Härte des Tages: Schwerbehinderung ist keine Härte

Keinen Cent mehr bekommen Eltern eines schwerbehinderten Kindes zu ihrem Hartz IV. Schließlich sei Hart IV kein soziales Fürsorge-, sondern ein Arbeitsmarktinstrument. Ein Härtefall sei die Behinderung eines Kindes nicht.

So urteilte das Bundes”sozial”gericht gestern. Dem Gesetz nach hat das Gericht wohl “Recht”. Und Recht heißt nun mal nicht Gerechtigkeit. Hartz IV muss weg.

Die Wackler des Tages: SPD enthält sich

Nun wird sich die SPD wohl doch enthalten bei der Verabschiedung des Gesetzes zur Griechenland-Hilfe.

Wenigstens in einem Nebensatz, so meinte die SPD, müsse erwähnt werden, dass der “Internationale Finanzmarkt” sich beteiligen müsse.

Das ist dann letztlich an der FDP gescheitert. Der wiederum war letztlich egal, ob die SPD zustimmt, weil inzwischen die Grünen Zustimmung zugesagt hatten.

Nun also Enthaltung. Wohl gemerkt: nicht, weil man “Volkes Meinung” ist und die Griechenlandhilfe für schlecht hält. Sondern, weil keine wachsweiche Zusatzformulierung eingebracht wurde. Und weil “die Begleittöne” nicht schön waren.

In der Sache hatte die SPD natürlich Recht. Alles andere war Wahlkampfgeplänkel.

Der Skandal des Tages: Mensch hatte Sex mit Neandertaler

Einer unserer Vorfahren muss Sex mit einem Neandertaler gehabt haben. Das wurde jetzt bewiesen.

Wann und wo diese abscheuliche Perversiät stattgefunden hat und wie die beiden sich kennengelernt haben, ist noch nicht bekannt.

Die Dummheit des Tages: Neandertaler hatte Sex mit Menschen

Dass man es auch andersrum sehen kann, lehrt uns Stanislaw Jerzy Lec

Wie viel weniger Menschenblut wäre vergossen worden, wenn wir uns nicht so früh vom Affen zum Menschen fortentwickelt hätten

Der Mann des Tages: Stanislaw Jerzy Lec

Um an die Quelle zu kommen, muß man gegen den Strom schwimmen.

Stanislaw Jerzy Lec ist heute, am 7. Mai, vor 44 Jahren gestorben.
Seine “Letzte unfrisierte Gedanken” stehen seit 40 Jahren in meinem Bücherschrank

Die Frau des Tages: Therese Huber

Haben Sie schon einmal von Therese Huber gehört? Ich gestehe: ich erst heute.

Heute, am 7. Mai, vor 246 Jahren geboren, war sie die erste Frau, die eine Zeitung leitete, nämlich das “Morgenblatt für gebildete Stände” des renommierten Cotta-Verlages.

Vielen gilt sie als die “Urmutter des Journalismus”.

Sie veröffentlichte unzählige Bücher, über 4.500 Briefe sind von ihr erhalten. Die meisten ihrer Bücher veröffentlichte sie unter männlichem Pseudonym.

Sie musste immer wieder versichern, dass wegen ihres Schreibens nicht ein paar Strümpfe zu wenig gestrickt oder Löcher ungeflickt gelassen worden seien.

Sie gebar 10 Kinder.

Schiller nannte sie “eine schlechte Natur”

Die Erkenntnis des Tages: Händewaschen macht entscheidungssicher

Das haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Wenn man sich nach einer Entscheidung die Hände wäscht, wäscht man sozusagen die Zweifel an seiner Entscheidung ab.

Was übrigens schon Pilatus wusste, der seine Hände nach seiner Entscheidung in Unschuld wusch.

Wie man hört, hat die SPD sich seit gestern nicht die Hände gewaschen.

Gspannt warte ich darauf, was die Wissenschaftler herausfinden, wie man die richtige Entscheidung trifft.

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