nichtallzufromm

Unterwegs in Galicien (1)

Von Santiago nach Portomarin

Seit Donnerstag sind wir nun wieder auf dem Jakobsweg. Letztes Jahr hat uns süchtig gemacht und so wollten wir in diesem Jahr wieder ein Stück laufen.

Aber im Leben ist es ja so:

Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst? Erzähl ihm Deine Pläne.

Blaise Pascal

Die Gesundheit hat mir einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Bis zum letzten Moment war unklar, ob wir überhaupt los können und an Wandern war nicht zu denken.

„Schickt das Leben dir eine Zitrone, mach Limonade draus“. Und so haben wir das beste daraus gemacht und fahren nun die 100 km mit dem Mietwagen zu den schon gebuchten Unterkünften, die alle nur so ca. 20 km auseinanderliegen.

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Die 100 km von Sarria nach Santiago sind die letzten Etappen des „Camino Francés “. Der führt von den Französischen Pyrenäen auf insgesamt 800 km nach Santiago. Diese letzten 100 km sind angeblich der beliebteste Teil des überhaupt. Im letzten Jahr sind wir den „Camino Portugues“ aus Richtung Süden nach Santiago gekommen, dieser Weg kommt aus dem Osten.

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Wehmütig werde ich schon, wenn ich die vielen Pilger am Straßenrand sehe. Vielleicht nächstes Jahr wieder?

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Am Flughafen in Santiago de Compostella nehmen wir den Mietwagen in Empfang, einen nagelneuen schmucken Citroen C1. Klein, aber für uns völlig ausreichend.

Unser erstes Ziel ist das kleine Städtchen Sarria, etwa 100 km von Santiago entfernt. Viel gibt es hier nicht zu sehen. Ein kleiner Spaziergang entlang des Flüsschens, die Liebste kauft in der kleinen Fußgängerzone ein paar rote Schuhe und liebäugelt mit einem Kleid. Was frau halt so macht, wenn sie mit dem Auto unterwegs ist.

Sarria

Am Fluss wie in der Stadt grüßt überall die Jakobsmuschel.

Jakobsmuschel
Jakobsmuschel

Eine kleine Kapelle in der Stadt, viel mehr bekommen wir nicht zu sehen.

Kapelle in Saria

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Am nächsten Tag ein kleines Highlight, für das wir aber ein Stück fahren müssen. Unser Weg führt uns nach Ourense, der „Hauptstadt der Wasser“ Galiciens. Hier gibt es eine ganze Reihe von Thermalquellen, neben Budapest wohl die Stadt mit den meisten Quellen.

Im Thermalbad
Im Thermalbad

Und das Schönste: die meisten von ihnen sind frei zugänglich. Bei uns wohl undenkbar.

Und wie schon so oft in Budapest, genießen wir es, im heißen (64 Grad) wasser zu sitzen und dann noch ein bisschen in der Sonne zu liegen.

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Wir übernachten in einem ehemaligen Parador in Portomarin.

Portomarin liegt in einem Stausee. Ja, richtig gelesen, in. Wir übernachten aber in dem Portomarin oberhalb des Sees. Dorthin wurde der kleine Ort mitsamt seinen Sehenswürdigkeiten ab- und wieder aufgebaut.

In Portomarin
In Portomarin
Blick zum Stausee
Blick zum Stausee

Unterschiedliche Meinungen hatten wir dazu, ob das eine Destillieranlage ist, oder als Kunstwerk gleichzeitig eine „Frau am Herd“ darstellt.

Was ist das.

Ein kleines Detail, das uns gefällt: auf dem großen Spielplatz des Städtchens sind vier Spielhäuschen eingebaut. Ähnliches habe ich noch nie gesehen.

Spielhäuschen
Spielhäuschen

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Am nächsten Morgen machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Stausee.

Galicische Hauswand
Galicische Hauswand
Unterwegs in Galicien (1)

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