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Ciao bella blog. Über einen Krimi, zwei Bellas, ein Partisanenlied und wie aus einem Blockerhirn ein Bloggerhirn wird

Wer jetzt hoffte, dass ich mich aus diesem Blog verabschiede, hat sich schwer getäuscht. Rein versehentlich habe ich – und das einer, der sich so oft über Druckfehler bei anderen, vorzüglich bei der Frankfurter Rundschau amüsiert – in der Überschrift „Block“ falsch geschrieben.

Ich wollte natürlich über „Bella Block“ schreiben. Als Krimifan musste das ja irgendwann mal kommen. Denn wer schon dem Tatort gehuldigt und einen etwas doofen Polizeiruf runtergemacht hat, darf zu Bella Blog Block nicht schweigen.

Aber als einer, der immer vom Hundertsten ins Tausendste kommt – Sie kennen das schon bei mir -, ist mir dazu gleich alles mögliche eingefallen, über was ich auch noch schreiben könnte.

Zum Beispiel fallen mir bei dem Thema ein – und jetzt staunen Sie! -:

– Bella Block
– Bella Halben („wer zum Blog issn das?“ fragen Sie? Seien Sie gespannt)
– Schreibbloggaden
– das wunderbare „Bella Ciao“
– Kreta (wieso das nun wieder?)
– die süßen Italienerinnen
– Krebs und wie einer damit umgeht
– Voyeure
– unterlassene Morde
– Bello Gallico

und vielleicht noch ganz andere hochinteressante Themen, von denen ich jetzt noch nichts weiß und die wundersamerweise in meinem Bloggerhirn alle zusammenhängen. Da staunen Sie wieder.

Aber fangen wir schön ordentlich irgendwo mittendrin an.

Wie wird eigentlich ein „Blockerhirn“ zu einem „Bloggerhirn“?

Da läuft einer tagelang, spätestens seit Samstag, seinem definitiven Blogtag, herum und alles ist in seinem Kopf blockiert. Keine Idee. Nirgends. Was könnte ich heute erzählen. Nix! Nur Blockade.

Und plötzlich sowas wie ein kurzes Aufbellen im Gehirn. Bella Block. Das ist dein Thema. So läuft das. Mann kann nix dafür. Die Idee ist da und dann setzt mann sich hin und schreibt und schreibt.

Irgendwas haben Blog und Block miteinander zu tun. Allerdings befürchte ich, nur bei den Darmschdäddern und den Sachsen oder geht das normalen Menschen auch so: von hochintelligenten Menschen, nur der Feinheiten des Internets nicht mächtig, musste ich ein paarmal schon vernehmen, dass sie den „Block“ nirgends gefunden haben.

Ich wiederum dachte früher, das in der Chattersprache beliebte „cu“ am Schluss sei eine Abkürzung für ciao. Denggsde. Die Buchstaben C. und U. stehen für „see you“. Aber das weiß ich *stolzandiebrusttrommel“ (so schreibt mann gerne unter Chattern) seit über 10 Jahren.

Jetzt aber mal zu Bella Blog

Wäre übrigens ein netter Username gewesen, nicht so vegetarisch wie „jahreszeiten“, wo ich alles andere als ein Vegetarier bin.

Wer „ZDF“ und „Krimi“ sagt, sagt das ja meistens mit Ironie in den Mundwinkeln und denkt an „Der Alte“, „Derrick“, „Der Kommisar“, „Ein Fall für zwei“. Aber das ZDF macht ab und zu durchaus gute Krimis. Allen voran „Bella Block“, aber „Ein Fall für Stubbe“, „Sperling“, „Wilsberg“ oder neuerdings die „Lady-Thriller“ sind durchaus sehenswert. Naja, ein „Fall für zwei“ ist zwar Mist, aber spielt so schön in Frankfurt.

Unterlassene Morde

Stellen Sie sich vor: kein einziger Mord im Film. Dabei waren meine Liebste und ich uns sicher – es war grausig genug, anzusehen – am Anfang die Leiche in der Plastikplane gesehen zu haben. Aber am Ende entpuppte sie sich als quietschlebendige Blinde Passagierin, die sofort den netten Matrosen anstrahlte. Herrlich, wie das Leben manchmal spielt. So war manches in dem Film nicht so, wie man dachte. Simon (Bellas Liebster) hatte gar keine Geliebte, sondern noch was Schlimmeres. Die beiden Alten liebten sich immer noch und waren beide keine Mörder. Bella war gar nicht so tough wie sie tat und die beiden kitschigen Partnertassen, die sie in den Müllereimer geschmissen hatte, muss sie reumütig wieder rausgezogen haben.

Ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich jemals einen guten Krimi ohne Mord gesehen habe. Der hier war gut, aber öfter würde ich das nicht mögen. Ich meine: mann gönnt sich ja sonst nix, oder?

Und wenn ich schon in meinem eigenen Leben so viel Morde unterlassen muss, dann will man doch wenigstens im Krimi sich einen schönen zu Gemüte führen. Mal ehrlich: wieviel Morde haben Sie schon unterlassen, sei es nun aus Moral, aus Angst oder aus einem gewissen Phlegma? Oder haben Sie gar…? Nee, das hoff ich doch nicht.

Aber wer, zum Blog, ist Bella Halben?

Mit „Bella“ hat hat Doris Gercke, die Autorin ja einen in der Tat schönen Namen gefunden. Block erinnert zwar ein kleines bisschen an Bibi Blogsberg, aber was solls. Bella ist doch ein schöner Name, oder? Jedenfalls heißt er so. Ob Hannelore Elsner als Bella „schön“ ist, weiß mann nicht so richtig. Auf jeden Fall eine interessante Frau. Und hätten Sie sie für 64 (!) gehalten. Ich meine, dafür ist sie auf jeden Fall schön. Aber das soll mann einer Frau ja nie sagen: „Für dein Alter bist du sehr schön“, das ist angeblich ne pure Beleidigung. Aber ich sags ihr ja nicht, sondern nur Ihnen.

Und hier zitiere ich Doris Gercke:

„Erst sehr viel später las ich bei Anna Seghers: „Und ich verstand, dass es nichts gibt, was man nicht schreiben kann“.

Also bitte, das gilt übrigens auch für das, was ich oben über unterlassene Morde geschrieben habe. (Kleine Anmerkung, ich finde, ansonsten gilt das für Blogs nicht)

Aber wer, zum Blog, ist Bella Halben?

Ich versteh ja, dass Sie ungeduldig werden und wissen wollen, wer Bella Halben ist. Ehrlich gesagt, ich wusste es auch nicht. Ich hatte mal eine Freundin, die blieb im Kino immer bis zum Ende des Films sitzen, weil sie meinte, das gebiete der Respekt den Mitwirkenden und Machern gegenüber. Irgendwie hatte sie Recht, aber mir wars irgendwie peinlich (wegen der anderen Besucher, die sich an uns vorbeizwängen mussten).

Also jetzt kommts gleich, Sie ahnen schon, wer Bella Halben ist. Aber erst mal ne Frage: wie viele Bellas kennen Sie persönlich?
Ich zum Beispiel keine einzige.

Und was seh ich dann im Abspann: die Kamerafrau heißt Bella Halben! Ist das nicht’n Ding? Ob die sie danach ausgesucht haben? Oder hat sie sich gedacht: „O die frag ich mal“. Nee, ich glaube, es ist der reine Zufall.

Bella Halben

Sie ist übrigens ne tolle Kamerafrau, „Director of Photography“

Bello Gallico

Wenn Sie schon keine Bella kennen, dann vielleicht einen Bello. Aber auch das ist ja nicht mehr wie früher. Wer nennt seinen Hund schon Bello?

Kennen Sie den?

Nein, kein Witz. Sondern bitterer Ernst.

Gallia est omnis divisa in partes tres …

Nee, dann sind Sie ein Glückspilz, weil Sie nie Latein lernen mussten oder – wie mans nimmt – ein Pechvogel, weil Sie deshalb auch nie hätten Pfarrer werden können. So’n Pech aber auch.

Also des Rätsels Lösung: So beginnt „De Bello Gallico“ von Gaius Iulius Caesar. Der hat nicht nur gekämpft und geherrscht, sondern wie ich hier, sogar geschrieben.

Jetzt haben Sie echt was gelernt bekommen. Denn: Non scholae sed vitae discimus.. Wenn Sie kein Französisch kennen: Wir lernen nichts in der Schule, sondern alles im Leben. Oder so ähnlich.

Bella Ciao und Kreta

Wem fällt nicht bei „Bella“ das wunderbare „Bella Ciao“ ein? Was haben wir es gesungen! Und „Und weil der Mensch ein Mensch ist“ und wenn wir bei den Italienern bleiben wollen „Bandiera Rossa“. Ach ja.

Aber ich wollte Ihnen ja von „Bella Ciao“ und Kreta erzählen. Eines schönen Tages und eines schönen Nachts war ich in der legendären Samariaschlucht auf Kreta, wennn Ihnen das was sagt. Am Tag bin ich sie von oben bis unten durchwandert und in der Nacht hab ich unten am Strand von Agia Roumeli geschlafen. Am Tag hatte ich in der Schlucht (o herrlicher Zufall) eine wunderschöne Frau getroffen, die ich aus Frankfurt kannte und in der Nacht hat sie mit mir am Strand geschlafen.

Leider wollte sie nichts von mir und so haben wir nur nebeneinander geschlafen.

Am Morgen bin ich dann, weil keine Straßen nach Agia Roumeli führen, mit dem Boot nach Chora Skafion übergesetzt und von da gings nit dem Bus nach Chania. Im Bus hinten saß eine Gruppe junger Menschen – also etwa mein Alter, damals, *seufz* – und die sangen mit Begeisterung „Bella Ciao“.

Ich konnte mir nicht verkneifen, mitzusingen. Das war in Ordnung!

Nicht in Ordnung war, dass der Busfahrer auch mitgesungen hat. das heißt, es wäre voll in Ordnung gewesen, wenn er nur mitgesungen hätte. Aber er hat sich dabei umgedreht und mit den Händen den Takt geschlagen, der weil mein Blick immer wieder in die Schluchten wanderte und ich mehr Angst als bei manchem Krimi hatte.

Man tröstet sich dann damit, dass man sich sagt: „Die fahren das doch jeden Tag“. Neben mir saß eine alte kretische Frau, die sich in jeder Kurve bekreuzigte. Einige der Busse, die dort jeden Tag fahren, sah man unten in den Schluchten liegen.

Die süßen Italienerinnen

Wie komm ich auf die? Durch das „Bella Ciao“ natürlich. Beziehungsweise durch das „Ciao Bella“. Das muss einem doch zu „Bella Block“ einfallen. (Wenn Sie das für hergeholt halten, Doris Gercke ist das auch eingefallen und sie hat einen Roman so genannt).

Jedenfalls sagt mann das in Italien zu den süßen Italienierinnen. Besagte Frankfurterin wäre auch als Italienerin durchgegangen und meine Liebste (Sie finden sie in diesem Blog bei genauem Suchen zweimal) kann mit der süßesten Italienerin mithalten.

Eine sehr süße Italienerin hat mir einmal gesagt, dass mann in Italien das um Himmels willen keiner „fremden“ Frau sagen soll. Das sei sowas wie’ne halbe Verlobung. So süß war sie auch wieder nicht.

Ich habs aber auch schon anders gehört. Das das „Ciao Bella“ dazugehört, in Italien.

Na ja, sei’s drum.

Was ich sonst noch sagen wollte

Jetzt hatte ich ja noch angekündigt über „Krebs und wie einer damit umgeht“ zu schreiben und über „Voyeure“.

Besagter Simon hatte also keine Freundin, sondern Krebs und das hat mich nahe ans Abschalten gebracht. Jedenfalls konnte ich gut verstehen, dass er sich nicht getraut hat, es seiner Liebsten zu erzählen. (Was jetzt nicht heißt…) Aber dass Bella ihn nicht heiraten wollte, hab ich nicht verstanden.

Und wie komm ich auf Voyeure? Na ganz einfach. Otto, das ist besagter Alter, der seine Frau liebt – die Anna heißt, was beides vorne und hinten gleich ist -, weil er feststellt, dass sie ihn immer noch liebt, weil sie ein Bild mitnimmt, ist ein Voyeur. Vielleicht nur bei Manu, aber die treibts auch wirklich zu weit ohne Gardinen. Und wer meine Blogs liest, kann sich denken, dass ich mich in ihn auch reinfühlen kann, obwohl ich sowas nie machen würde.
Aberwie gesagt, schreiben darf man über alles.

Mannomann, jetzt bin aber ganz schön debloggiert gewesen. Aber Sie wissen ja, ich komme immer vom Hundersten ins Tausendste.

Ciao, Bellas und Bellos

Die nächsten beiden Blogs können Sie vergessen, das waren nur die Anfänge von diesem hier. Das ist leichter zu lesen, findet Frau M, weil man sonst immer das Ende zuerst lesen würde.

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