Wann ist ein guter Tag zu sterben?

“Heute ist ein guter Tag zu sterben”, sagt Old Lodge Skins in dem wundervollen Film “Little Big Man” immer mal wieder. Schließlich legt er sich zum Sterben nach Indianerart hin und wartet auf seinen Tod.

Als es zu regnen beginnt, steht er wieder auf: “Sometimes the magic works – sometimes not”.

Gestern starb der englische Multimillionär Jimi Heselden, als er mit einem der von ihm vertriebenen Stehrollern über die Klippen stürzte. “Ironie des Schicksals” schreibt der “Stern”. In der Rundschau finde ich direkt unter dieser Meldung eine andere, dass eine der bekanntesten Skydiverinnen beim Sprung mit ihrem Fallschirm aterb.

Manche Menschen sterben bei dem, was sie am liebsten tun. So starb der Erfinder des Begriffs “Jogging” – beim Jogging. Ramón Barrero, der bekannt dafür war, dass er die kleinste Mundharmonika der Welt spielte, erstickte auf der Bühne als er das Instrument versehentlich inhalierte.

Einmal abgesehen von den Schmerzen, die manche Todesarten bereiten: viele Menschen wünschen sich heute den schnellen, plötzlichen Tod. Den Menschen früher war das ein furchtbarer Gedanke.

“Bewahre uns vor einem plötzlichen Tod”, beteten die Menschen jahrhundertelang.

Ich glaube, ich möchte eher vorbereitet sterben, auch meine Liebsten sollten sich darauf einstellen können. Aber glücklicherweise kann ich es mir nicht aussuchen.

Vielleicht wäre es am besten, wenn jeder Tag ein guter Tag zum Sterben wäre. Die Frage wäre dann, wie ich mich darauf vorbereiten kann.

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