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Heute muss ich Lesewohl sagen

Vorsicht Bücher

„Ich teile alle Bücher in zwei Sorten ein: solche, die mir gefallen, und solche, die mir nicht gefallen. Ein anderes Kriterium habe ich nicht.“

Anton Tschechow

So mach ich es auch. Gut, dass ich mich auf ihn berufen kann. Das kommt gut.

Gänsefüßchen benutzen zweierlei Arten von Schriftstellern:
die ängstlichen und die ohne Talent.

Erstere erschrecken vor der eigenen Courage und Originalität,
die zweiten, die irgendein Wort in Gänsefüßchen setzen,
wollen damit sagen:

Sieh mal, Leser, was für ein originelles,
kühnes und neues Wort ich gefunden habe!“

ders., Briefe, 20. Oktober 1888

Vielleicht komme ich heute Abend noch dazu, selbst etwas über Bücher zu schreiben. Solange müssen Sie mit den Gänsefüßchen vorlieb nehmen.

Wie man sich bettet, so liest man
oder: Die unantastbaren Rechte des Lesers

Das Recht, nicht zu lesen
Das Recht, Seiten zu überspringen
Das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen
Das Recht, noch einmal zu lesen
Das Recht, irgendwas zu lesen.
Das Recht auf Bovarysmus, d.h. den Roman als Leben zu sehen
Das Recht, überall zu lesen
Das Recht herumzuschmökern
Das Recht, laut zu lesen
Das Recht zu schweigen

Daniel Pennac: Wie ein Roman

Und weil gestern Kants Geburtstag war – das will ich Ihnen auch nicht vorenthalten:

Ich habe in meinem Leben viele gute und kluge Bücher gelesen.
Aber ich habe in ihnen allen nicht gefunden,
was mein Herz so still und froh gemacht hätte
wie die vier Worte aus dem 23. Psalm:
„Du bist bei mir.“

Immanuel Kant

Heute, am 23. April, ist der Welttag des Buches
Lesen Sie wohl!

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3 Kommentare

  1. Anonymous 23. April 2010

    Habe heute schon in aller Frühe bei Platon geschmökert!
    Meine Bücher sind nach Sachgebieten grob geordnet; ich kenne mich aus – aber manchmal suche ich wie verrückt und denke ich hätte die Farbe und Rückenbreite des Gesuchten im Kopf. Am Ende sieht es dann doch anders aus. 🙂

  2. Loco_just_Loco 23. April 2010

    Sortierst du deine Bücher alphabetisch nach Autor?

    Meine sind – äh – etwas ungeordneter. Aber wo wichtige Werke stehen, weiß ich aus dem Gedächtnis.

    • jahreszeiten 23. April 2010

      Da hast du aber genau hingeguckt. Ich bin Chaot und Zwanghafter gleichzeitig, deshalb überfällt mich von Zeit zu Zeit der Drang, meine Bücher zu ordnen.

      Wegen der immer neu hinzukommenden und wegen der aus Platzgründen unreglmäßigen Höhen der Regalfächer gelingt das aber nie.

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