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Mir eine Blöße geben?

Zu meiner Zeit in Cambridge zeigte man mir eine Stelle am Fluß, die ein wenig verborgen war; die Professoren pflegten hier nackt zu baden. Eines Tages, die Geschichte spielte vor dem Zweiten Weltkrieg, habe sich dem vollbesetzten Strand ein Boot voll Studentinnen genähert, und alle Professoren griffen eilig zu Handtüchern, um ihre Blöße zu bedecken. Nur der Professor für Logik und Mathematik wand sich sein Handtuch um den Kopf und sagte strahlend, als die Gefahr vorüber war: „Gentleman, mich jedenfalls erkennt man en meinem Gesicht.“

Diese hübsche Geschichte fand ich in „Manieren“ von Asfa-Wossen Asserate. Muss man es lesen? Sicher nicht, aber es ist amüsant und macht nachdenklich. Über Feminismus schreibt er Unsinn, da kommt seine afrikanische Vergangenheit nicht mit – or what?

Das Gerücht behauptet ja, das Buch sei von Mosebach nicht nur lektoriert, sondern in Gänze geschrieben worden. Asserate habe nur seinen guten Namen gegeben. Hmm. Glauben tu ichs nicht ganz. Aber ämusant wäre das auch.

Die Anekdote oben hat mich bewogen, das Handtuch von meinem Gesicht zu nehmen und meinen Namen im Profil zu nennen. Vielleicht geb ich mir hier ja keine Blöße. Wer weiß.

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