nichtallzufromm

Seite für Reisen, Fotografie und Gott und die Welt

Die stechen nicht, die spielen nur

Einen netten Atikel zur Ehrenrettung der Wespen schrieb gestern Traumschöpfer.

Nun:

Ich bin in meinem Leben dreimal von Wespen gestochen worden. Dreimal musste ich sofort zum Arzt, weil jedesmal der ganze Unterarm (bzw. einmal das Bein) dick anschwoll und ich hohes Fieber bekam.

Das ist, sagt der Allergologe, noch nicht einmal eine Allergie, sondern eine Überempfindlichkeit. Was bedeutet, dass ich im Wiederhoungsfalle daran wahrscheinlich nicht sterben würde. Tröstlich.

Trotzdem gerade ich beim Anblick einer Wespe nicht in Panik, nur ein ganz klein bisschen.

Eines Tages hatten wir ein Wespennest im Rollladenkasten der Balkontür. Die Balkontür war wespengünstig zwischen Esstisch im Wohnzimmer und Esstisch auf der Terrasse gelegen. Bei aller Liebe zu den Biestern nicht das, was man sich wünscht.

Was tut man bei einem solchen Problem?

Richtig. Wie bei allen Problemen: man wendet sich an ein Beratungstelefon. Das gibt es in Frankfurt tatsächlich: die Wespenberatung des Umweltamtes (gell: was es nicht alles gibt).

Die rieten mir, in meinem Fall mit besagter Überempfindlichkeit die Feuerwehr anzurufen. Die Feuerwehr kann Wespennester umsetzen, wenn es nötig ist.

Nun die Feuerwehr: im Prinzip kann man umsetzen. Aber aus einem Rollladenkasten nicht. In dem Fall könnte man auch nicht ausräuchern, sondern nur Gift einsetzen.

Aber nun kam das, was ich nicht wusste.

Wespen bauen ihre Nester, sagte mir der Feuerwehrmann, bauen ihre Nester nur für ein Jahr und kehren dann an die gleiche Stelle nicht mehr zurück.

Was tat ich Gutmensch? Ich ließ die Wespen leben. Vielleicht auch, weil ich mit meinen Überreaktionen nicht unbedingt tagelang Gift aus dem Rollladenkasten einatman wollte.

Gestochen hat mich keine.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

4 Kommentare

  1. Anubis 22. August 2010

    Tapfer! Hätte ich mich glaub ich nicht getraut, das Wespennest zu lassen, wo es ist. Aber der Mut wurde dann ja quasi belohnt durch friedliches, stechfreies Nebeneinanderleben! 🙂

  2. Anonymous 21. August 2010

    Letztes Jahr bemerkte ich, ein Wespenvolk hatte sich inmitten meiner Hütte im Wald ein Domozil geschaffen, dort, wo ich immer schlief…und sie weckten mich in der Frühe durch ihren Laut…

    ich kaufte also eine Spraydose, umwölkte sie und schmiss anschließend einen Lehmklumpen auf ihren Eingang…

    es ist einfach so, ich lasse sie leben, wie sie wollen, aber wenn sie mich bedrängen, wehre ich mich…und meine Hütte, in der wohne ich…gehört mir…

  3. Frederik 21. August 2010

    Apropos Wespen; wurde gestern das erste mal in meinem Leben gestochen? Gebissen? Wie ist das denn nochmal: Bienen / Wespen stechen / beißen?! Danke! LG frederik

Antworten

© 2022 nichtallzufromm

Impressum - Datenschutz - Cookie Einstellungen