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Von Porto nach Vila do Conde

Am nächsten Morgen geht’s dann wirklich los. Unser erster Tag auf dem Jakobsweg, Morgens bringt mir Imke noch wie verspeichen auf die Minute genau meine Kamera vorbei, kurz darauf werden wir abgeholt.

Das darf man ja keinem Pilgerer erzählen, aber ich bin sicher, dass IHR das für Euch behalten werdet: wir werden im schwarzen Mercedes abgeholt und durch die Stadt hinaus an den Strand von Matosinhos gefahren und dort abgesetzt. Das ist aber auch das einzige Mal, das ein solcher Luxus in unseren Paket enthalten ist – neben den unglaublichen Luxus, das Gepäck transportiert zu bekommen und in Hotels zu übernachten.

Jetzt geht’s los

Jetzt geht’s los

Der Startpunkt unserer Jakobswegwanderung ist auch der Startpunkt des Küstenwegs ab Porto und entsprechend begrüßt uns der Caaminho herzlich.

Es weht ein recht kühler Wind, aber mir ist das viel lieber als Hitze und so laufe ich wie auch die nächsten Tage mit kurzärmeligen Hemd.

Ziemlich schnell setzt dann aber Regen ein, der mit Unterbrechungen den ganzen Tag anhält. Die Liebste und ich haben glücklicherweise Regencapes dabei, aber Nurten, unsere Freundin, hat nichts eingepackt. So bekommt sie dann wenigstens einen Regenschutz für ihren Rucksack, sie beteuert, der Regen mache ihr nichts aus.

Von der Strecke ist dieser erste Tag herrlich: Holzpfade führen uns entlang der Küste bis kurz vor Vila do Conde, erst da müssen wir ein klein wenig von der Küste weg, um einen Fluss auf einer Brücke überqueren zu können.

Nach acht Kilometern machen wir eine Pause und trinken in einer Bar eine Coca Cola. Danach wollen wir eigentlich wieder mindestens sechs Kilometer weiter gehen, aber kurz darauf zieht uns in dem Fischerdorf, an dem wir vorbeikommen, ein Restaurant unwiderstehlich an. Keine schlechte Wahl, Wie sich herausstellt.

Nach dem Essen geht’s weiter durch den Regen bis Vila do Conde. Wir versuchen, ein bisschen zu schlafen, aber das geht nicht: fromme Gesänge aus Lautsprechern begleiten die Fronleichnamsprozession, die unter unserem kleinen Balkon vorbeizieht.

Am Abend gehen wir noch einmal essen. Wenn wir etwas naiv gehofft haben, dass sich die langen Wanderungen positiv auf das Gewicht auswirken, müssen wir jetzt einsehen, dass das jedenfallls nicht mit portugiesischem Essen mittags und abends erfolgreich sein wird.

Lange sitzen wir in der gemütlichen Kneipe zusammen und quatschen, bevor wir uns dann nicht mehr ganz nüchterm auf den Heinweg ins Hotel machen.

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