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Zu allem muss er seinen Senf dazugeben

Kann man über mich eigentlich überhaupt nicht sagen, bin ja eher ein Rede-Stoffel. Das wissen meine Leser, weil ich mich darüber ganz am Anfang schon mal ausgelassen habe.

Aber wer meine Kücheneinträge auch verfolgt, muss sich doch wundern: zweimal hintereinander etwas mit Senf. Und um dem die Krone aufzusetzen: gestern haben uns Freunde in ein Restaurant eingeladen. Sie haben sich mit dem Namen vertan – und wir saßen in einer einfachen Dorfkneipe. Die Leute haben wahrscheinlich noch nie erlebt, dass an einem stinknormalen Samstagnachmittag Plätze reserviert wurden. Es gab nur Schnitzel, Rumpsteaks und so was und das auch noch ziemlich teuer. Naja, ich habe einen „Senfkrustenbraten“ geordert – hört sich doch eigentlich recht vielversprecehend an. Es entpupptse sich als ein paniertes Schnitzel, auf das irgendjemand unter doe Panade Senf geschmiert hatte. Essen konnte man’s trotzdem, aber sooo ist Senfkruste nicht zu empfehlen.

Also zurück zu meinem Senf: das ist absoluter Zufall jetzt, dass zum zweiten Mal was mit Senf kommt. Da ich ja noch Urlaub habe diese Woche, habe ich am Freitag in Wetzlar gekocht.

Und was wird bei Pfarrers gekocht am Freitag, wenns irgend geht? Fisch natürlich! Also eigentlich nicht gekocht, sondern gebraten und gegart. Aber das sind schon die Feinheiten.

Weil Sie es wieder nicht abwarten können, hier das Rezept:

Fischfilet in Senf-Sahne-Wein-Sauce

Zutaten (für 3-4 Personen)

– pro Person ca. 150-200 g Fischfilet(möglichst verschiedene Sorten, eher kräftig z.B. Rotbarsch, Kabeljau – aber am besten einfach gucken, was es schön frisch gibt)
– unbehandelte Zitrone oder Limette
– Schnittlauch
– 2 EL Senf (wir haben einen guten aus Monschau, sonst Dijonsenf z.B.)
– 2 EL Creme fraiche
– 1/8 l trockener Weißwein
– 1/4 l Gemüsebrühe
– 25 g Mehl
– 50 g Butter
– Pfeffer, Salz

Als Beilage habe ich kleine Kartoffel gekocht. Kommt von der Zeit gut hin.

Rezept

– Gemüsebrühe ansetzen, Schnittlauch in Röllchen schneiden
– Fischfilets müssen immer abgespült und gut trockengetupft werden, dann mit abgeroebener Zitronenschale und Zironensaft einreiben, würzen. Die Fischfilets dann in Stücke schneiden (ca. 3 cm)

– In einer Pfanne die Hälfte der Butter erhitzen und bei mittlerer Hitze den Fisch andünsten (etwa 3 Minuten), dann wieder raus nehmen

– Rest der Butter zugeben, vorsichtig Nehl einrühren und Gemüsebrühe zugeben, dann Wein und Creme fraiche. Senf einrühren und abschmecken.
Etwas kochen lassen.

– Temperatur etwas absenken, Fisch unterheben und ca. 4 Minuten in der Soße weiterschwimmen lassen. Nochmal abschmecken und auf Telölern oder einer Platte anrichten, mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

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2 Kommentare

  1. jahreszeiten 9. Januar 2006

    Nee – leider weiß ich grad nix mit süßem Senf. Aber ich sag dir Bescheid.
    Komisch, ich kannte auch mal nen Uwe Krieger, aber der war mein Alter und noch ein bisschen drüber.

  2. Anonymous 8. Januar 2006

    Na das klingt aber lecker. Habe es mir gleich mal ausgedruckt und habe wieder etwas zum ausprobieren.
    Vielen Dank!

    Ach ja, hast du vielleicht auch einen Tipp für ein Gericht, zu welchem ich süßen Senf benutzen kann? Habe ihn geschenkt bekommen und mag doch aber keine Weißwurscht.

    Gruß Uwe

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