Das turbulente Leben der Isa Vermehren.

Mit 15 wurde Isa Vermehren von der Schule verwiesen. Das war 1933, sie hatte sich geweigert die Hakenkreuzfahne zu grüßen. Ihre Mutter zog mit ihr daraufhin nach Berlin. Und dort trat die 15jährige im bekannten Kabarett „Katakombe“ von Werner Finckh auf.

Auf Agatha, so nannte sie ihre Ziehharmonika, spielte sie freche Lieder und karikierte Nazigrößen. Schnell wurde sie bekannt, spielte in verschiedenen UFA-Filmen mit. 1938 trat sie in die Katholische Kirche ein.

Von den Nazis wurde sie für ihren Bruder in Sippenhaft genommen und kam ins KZ. Sie war in Ravensbrück, Buchenwald und Dachau und wurde schließlich nach Südtirol verschleppt, so sie 1945 befreit wurde.

Nach dem Krieg studierte Isa Vermehren Katholische Theologie, spielte weiter Kabarett und wurde Ordensschwester.
1983 war sie die erste Frau, die das „Wort zum Sonntag“ sprach.

„Ich habe von meinem Leben immer den Eindruck gehabt, dass es schnurgerade gegangen ist […] Es war kein federleichtes Leben, aber immer ein forderndes, sinnerfülltes, auch spannendes.“

Isa Vermehren wurde am 21. April 1918 geboren, heute vor 98 Jahren.

Links:

Ich hing am Angelhaken.“ Die Ordensfrau Isa Vermehren über ihre Karriere als Kabarettstar, ihre Internierung im KZ und eine Gesellschaft ohne Gott (Der Spiegel, 19.01.2004)

Isa Vermehren. wikipedia

 

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