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Mit Frau Holle das Glück machen

Sie kennen doch das Märchen von Frau Holle. Ja, das ist die, wenn bei der die Betten ausgeschüttelt werden, schneit es auf der Erde.

Vor allem aber geht es in „Frau Holle“ um die Goldmarie und ein bisschen auch um die Pechmarie. Ich finde, die beiden sind ein „märchenhaftes“ Beispiel dafür, wie man sein Glück machen oder sein Leben verfehlen kann.

Ein armes Mädchen muss da einen Schaden, den sie angerichtet hat, wieder gutmachen. Und obwohl sie selbst verzweifelt ist, hat síe anscheinend Augen und Ohren offen für alles, was nach Hilfe schreit:

da schreit das Brot im Backofen „Zieh mich raus, zieh mich raus! Sonst verbrenne ich“ und Mariechen zieht erst einmal die Brote aus dem Backofen. Da schreit ein Baum: „Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.« Und Mariechen schüttelt erst einmal den Baum.

Ein anderes Mädchen (seine Schwester) ist zielbewusst und glaubt zu wissen, wo sie ihr Glück machen kann. Sie lässt sich nicht irritieren von den dummen Broten und den blöden Äpfeln und geht „ihren Weg“. Aber am Ende steht sie da als Pechmarie.

Zu sein wie Goldmariechen ist sowas wie ein Lebensmotto für mich. Einfach hören und sehen nach dem, was auf dem Weg liegt und schreit.

Weshalb ich Ihnen das erzähle? Wegen der Tageslosung für heute, die mir noch einmal eingefallen ist, bevor der Tag endet.

Tu, was dir vor die Hände kommt,
denn Gott ist mit dir.
1. Samuel 10,7

Gute Nacht.

Frau Holle

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10 Kommentare

  1. dirndl 11. Dezember 2007

    hallo…schöner Blog und muss mich mal in ruhe durchlesen…das Beispiel mit Frau Holle und dem Glück gefällt mir sehr gut…*Der Einfall liebt eben den Zufall und dieser wiederum den Einfall* (Aristoteles)…und meistens meint man wirklich zu wissen was einen glücklich macht…und dabei …wars nur der Weg dahin, der einen glücklich machte!
    Alles Liebe dir und Segen
    dirndl

  2. Gevatter Hain 28. November 2007

    Der Schatten des Todes liegt auf deinem Gesicht, mein Liebster,
    Doch der Herr der Gnade steht vor dir,
    Und Frieden regiert Seinen Geist.
    Schlafe, o schlafe, in der Ruhe aller Ruhen,
    Schlafe, o schlafe, in der Liebe aller Lieben,
    Schlafe, o schlafe, im Schoß vom Herrn des Lebens.

  3. Bruder Hein 27. November 2007

    An Deine Bahre treten,
    Klabund, in langer Reih,
    Die Narren und Propheten,
    Die Tiere und Poeten,
    Und ich bin auch dabei.

    Es kommen die Hamburger Mädchen
    Samt Neger und Matros,
    Wo werden sie jetzt ihre Pfundstück
    Und all die Sorgen los?

    Es kommen die englischen Fräuleins,
    Wie Morcheln, ohne Kinn,
    Wo sollen denn die Armen jetzt
    Mit ihrer Unschuld hin?

    Es kommt am Humpelstocke
    Der Leierkastenmann
    Und fängt aus tiefster Orgelbrust
    Wie ein Hund zu heulen an.

    Es kommt der Wilhelm Fränger,
    Die Laute in der Hand,
    Aus seinen Zirkusaugen rinnt
    Statt Tränen blutiger Sand.

    Es kommen alle Vögel
    Und zwitschern ohne Ruh,
    Sie decken Dich wie junge Brut
    Mit flaumigen Federn zu.

    Es kommt ein Handwerksbursche
    mit rotem Augenlid,
    Der kritzelt auf ein Telegramm-Formular
    Dein schönstes Liebeslied.

    Es kommt auf Beinen wie ein Reh
    Ein dünner grauer Mann,
    Der stellt die Himmelsleiter
    Zu Deinen Füßen an.

  4. Peter Kreuder 20. November 2007

    Sag zum Abschied wenigstens leise Servus

  5. Neumodisches Sprichwort 19. Oktober 2007

    Man soll aufhören, wenn man noch nicht am Boden liegt

  6. Altes Sprichwort 17. Oktober 2007

    Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist…

  7. deleted user 8. Oktober 2007

    Da kann ich ein anderes Märchen dagegensetzen:“Es war einmal ein Mann, der es alleine durch seiner Hände Arbeit zu großem Reichtum gebracht hat….“
    Verzeih mir die Frage, aber wo lebst du?

  8. riverjessie 30. September 2007

    Na endlich … und meine Mutter sagte immer nur mahnend:
    „Verzettel dich nicht so!“
    Aber ich weiß, was du meinst. (Hoff ich halt 😉 )
    Schönen Sonntag noch,
    Jessie

  9. etoile-filante 26. September 2007

    wow, das ist schön, da setz ich einen marker in mein buch!

    gute nacht, l’é-f

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