Kategorie Dies und Das

Portugiesische Hähnchenpfanne

Ganz einfach zuzubereiten und lecker...

Hähnchenpfanne

Ofen auf 220 Grad vorheizen

In einer flachen Form Stücke vom Huhn, Kartoffeln, Rosmarinzweige und Zwiebelringe mit Pfeffer und Salz mischen.
Öl darübergießen und (ungeschälte) Knoblauchzehen darüber streuen.

Form in Ofen schieben,
nach 20 Minuten auf 190 Grad reduzieren,
weitere 45 Minuten garen,
ab und zu umdrehen bis das Huhn durch, die Kartoffeln goldbraun und der Knoblauch knusprig ist.

Zutaten für vier Personen:

Stücke vom Huhn (nach Gusto)
Geviertelte Kartoffeln (nach Gusto)
Zwiebelringe
ca. 15 ungeschälte Knoblauchzehen
ca. 15 Rosmarinzweige
Pfeffer, Salz, 6 EL Olivenöl

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Reloaded: Muttersprache in der Vaterstadt

(Zum Tag der Muttersprache)

Für die meisten völlig unbemerkt ist gestern der "Tag der Muttersprache" an uns vorbeigegangen, ohne uns anzusprechen - weder in Muttersprache noch Vatersprache noch Fremdsprache noch sonst irgendwie.

Aber als ich nächtens dann zu Bette lag, habe ich mir vorgenommen, heute doch noch einmal einen kleinen Blog dazu zu schreiben.

Es geht mir wie vielen wahrscheinlich: meine "Muttersprache" ist nicht die Sprache meiner Mutter, sondern eher die meines Vaters. Meine Mutter kam aus einem Dorf gute 100 km entfernt und da wurde eine ganz andere Sprache gesprochen als in Darmstadt, meiner Vaterstadt.

Beides liegt zwar in Hessen, aber Darmstadt in Südhessen und das Dorf meiner Mutter liegt an der Lahn und zwar der nördlichen Seite. Just dort verläuft eine Sprachgrenze. In diesen Dörfern an der Lahn wird ein Platt gesprochen, das "Mittelhessische", das mit dem in Südhessen gesprochenen "Rheinfränkischen" absolut nichts zu tun hat.

Ich bin also zweisprachig und - rechnet man das Hochdeutsche, das ich aus den Büchern kannte, aber nicht sprach - hinzu, dreisprachig.

Darmstädter Heiner reden nicht, sie "hoinern" unn schwäzze von Geburd aa drei Sprache: dumm, schlääschd unn gebroche Deitsch. Das waren also die Vatersprachen, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich bis heute beherrsche.

Eine Kostprobe davon werde ich wieder am Fastnachtssonntag geben, wenn es bei der Predigt heißt: "Kersch mal annersder".

Die Sprache meiner Mutter - die sie allerdings bei uns zuhause nie sprach - konnte ich zwar gut verstehen, aber nie sprechen.

Wo es in Darmstadt hieß "Ich hobb mer zwaa Ebbel genumme", hieß es dort "Aich hunn mir zwie Äppel genemmt". Mädchen waren Madschers, immer mit "'s" apostrophiert, Jungen trugen keine Hosen, sondern Buxe und darunter Innerbuxe, die Tante war die Goth und der Onkel der Petter. Also eine fremde Welt.

Mein Vater heinerte zwar auch, wurde aber immer böse, wenn ich zu sehr Darmschdädderisch babbelte. Zum Beispiel korrigierte er regelmäßig, das hieße nicht "die Abodehsch", sondern "die Apotheke" und es sei auch kein Kleber, sondern Klebstoff.

Aber er hielt fest daran, dass Kinder "Schebbe" sind, was meine Oma mütterlicherseits stets auf die Palme bracht: "Seid frou, dass eier Kinn grod gwachse soin". (Schebb=schief; Kinn=Kinder)

Meine Tochter kann es nicht leiden, wenn ich Mundart rede. "Das klingt so ordinär bei dir", meint sie.

Wenn Sie mal etwas ins Südhessische übersetzen wollen, können Sie das hier - Woannse mol ebbes ins Siedhessische iwwersedse wolle, kenne Sie des im "Iwwersedser"

(Muttersprache in der Vaterstadt - von jahreszeiten Dienstag, 22. Feb, 2011 – 11:54:12)

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„Allgemeines Gebeth“

Vater Aller, alle Erdenkreise,
Alle Zeiten ehren dein Geboth;
Hordenwilde, Heilige und Weise
Nennen Zevs dich, Jovah oder Gott.

Großer Urquell, den ich nie ergründe,
Dahin nur beschränkst du meinen Sinn,
Daß ich immer deine Güte finde,
Und nur seh, daß ich ein Blinder bin.

Doch du gabst mir in dem finstern Stande
Das Gefühl, was Gut und Böse sey;
Legtest die Natur in ihre Bande,
Aber ließest meinen Willen frey.

[2] Wo Gewissensregungen mich ziehen,
Oder wo der Warner mir verbeut,
Laß mich dieses mehr als Hölle fliehen,
Jenes suchen mehr als Seligkeit.

Segnet deine Milde mein Verlangen,
Laß mich deinen Segen nicht entweihen;
Menschen zahlen Dir nur durch Empfangen,
Und genießen heißt gehorsam seyn.

Aber nicht in unsre enge Scene
Sey mir deine Vaterhuld begränzt,
Mehr als Herr der armen Erdensöhne,
Da ein Weltenwirbel um uns glänzt.

Nie laß meine schwache Hand es wagen,
Deinen Blitz zu schleudern auf den Feind,
Noch Verdammniß rund umher zu tragen
Jedem, der dein Widersacher scheint.

Wenn ich richtig wandle, Vater, schenke
Mir die Gnade, richtig fort zu gehn;
Wenn ich aber irre, Vater, lenke
Du mein Herz, den bessern Weg zu sehn.

[3] Schütze mich vor Stolz, der Thoren blendet,
Und der Frevler Unzufriedenheit,
Wenn mir dieß nicht deine Weisheit spendet,
Oder dieß mir deine Huld verleiht.

Laß mich meiner Brüder Schmerz empfinden,
Und den Fehler decken neben mir;
Die Erbarmung, die bey mir sie finden,
Die Erbarmung sind' ich dann bey dir.

Niedrig bin ich, doch nicht ganz von Erde,
Da dein Hauch zu leben mir geboth;
Führe du, wohin ich gehen werde,
Heute mich durch Leben oder Tod.

Gib zum Loos mir heute Brot und Frieden;
Jede andre Gabe der Natur
Wird mir, ist es gut, von dir beschieden;
Und dein Wille, Gott, geschehe nur.

Gott, dein Tempel ist der Himmel Sphäre,
Erde, Meer und Luft dein Opferhain!
Jauchzt, was lebt, im Chor zu seiner Ehre,
Und das Weltall müsse Weihrauch streun.

Johann Gottfried Seume

Seume wurde heute vor 250 Jahren geboren

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Kristina und das doppelte Gottchen

Ach Gottchen, jetzt hat das Kristina aber was gesagt.

Ich sage es einmal in meinen Worten: der liebe Gott ist vielleicht weiblich, eine liebe Göttin, oder sächlich, das liebe Gottchen. Oder vielleicht sogar eine dreifaltige Gottheit, männlich, weiblich, sächlich - oder etwas, das unsere Vorstellungen noch übersteigt. Oder vielleicht sogar gar nicht nur lieb.

Ich finde, sie hat Recht. Auch wenn ich zu denen gehöre, die das Vaterunser ohne Bedenken beten und sogar um den Segen "des Herrn" bitten. Ich weiß dabei, dass all die Namen, die wir Gott geben, nur Versuche sind. Versuche, aus unserer Erfahrungswelt Begiffe zu finden für etwas, was unsere Erfahrungen übersteigt.

Legen wir Gott nicht auf Namen und Vorstellungen fest.

Eine andere Sache ist, wie wir Kindern von Gott erzählen. Sie müssen nicht als erstes erfahren, wie kompliziert die Welt ist und wie kompliziert die Sache mit der Gottheit.

Gott ist wie ein Vater und wie eine Mutter, wie die Sonne und das Licht, wie die Wärme und die Liebe, wie die Hand, die mich hält und wie das Nest, das mich schützt. Das sind einfache Wahrheiten, in denen Kinder Gott begreifen können.

Danke, Kristina.

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